13.04.2017 06:35 |

Marktforscher:

Weltweiter PC-Markt um 2,4 Prozent geschrumpft

Der weltweite PC-Markt ist nach aktuellen Erhebungen des Marktforschungsunternehmens Gartner im ersten Quartal 2017 um 2,4 Prozent zurückgegangen. Erstmals seit zehn Jahren wurden demnach weniger als 63 Millionen PC abgesetzt.

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In Europa ging der Absatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,9 Prozent auf 17,9 Millionen Einheiten zurück. Vor allem die Nachfrage unter privaten Verbrauchern sinke, sie würden ihren alten PC - wenn überhaupt - immer seltener ersetzen. "Da der Verbrauchermarkt weiter zurückgehen wird, wird eine starke Position im Business-Markt immer wichtiger für nachhaltiges Wachstum im PC-Markt", sagte Gartner-Analyst Mikako Kitagawa.

Anbieter, die im Markt mit Geschäftskunden nicht stark aufgestellt sind, würden auf große Probleme stoßen, schätzt Kitagawa. Innerhalb der nächsten fünf Jahre dürften sie vom Markt verschwunden sein. Die drei größten Anbieter Lenovo, HP und Dell werden um das Geschäft mit großen Business-Kunden konkurrieren. Neben den drei großen dürfte für weitere Anbieter nur wenig Spielraum bleiben, ausgenommen für Apple, der in speziellen Bereichen einen soliden Kundenstamm habe.

Teure Komponenten lassen Preise steigen
Steigende Preise dürften den PC-Herstellern im Verbrauchermarkt zusätzliche Probleme bereiten. Die Preise für DRAM-Speicher hätten sich seit Mitte 2016 verdoppelt, und SSD-Speicher seien knapp, sagte Kitagawa. Das werde sich in den folgenden Quartalen noch zu einem wachsenden Problem entwickeln.

Laut Gartner führt Lenovo mit einem Marktanteil von 19,2 Prozent den weltweiten Absatzmarkt an, gefolgt von HP (17,9 Prozent) und Dell (14,2 Prozent). Dahinter folgt Asus mit einem Anteil von 8,3 Prozent sowie Apple (6,3 Prozent und Acer (6,7 Prozent). Den stärksten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichnete HP mit einem Plus von 6,5 Prozent, Asus sackte mit einem Rückgang um 14 Prozent am stärksten ab.

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