12.04.2017 12:22 |

Opfer angeschossen

Brite hetzt Polizei-Einsatzkommando auf US-Gamer

Weil er einem Spiele-Streamer jenseits des Atlantiks mit einem Fake-Notruf die Polizei auf den Hals gehetzt und diese den Streamer mit Gummigeschossen schwer verletzt hat, drohen einem 21-jährigen Briten nun bis zu 20 Jahre Haft. Es ist nur der jüngste Vorfall, den ein gefährlicher "Trend" unter Gamern ausgelöst hat: "Swatting".

Beim "Swatting" - abgeleitet vom Namen der US-Spezialeinheit SWAT - hetzen sich verfeindete Spieler gegenseitig Einsatzkommandos der Polizei auf den Hals, indem sie Notrufe fingieren und behaupten, der jeweils andere Gamer sei bewaffnet und gefährlich. Nicht nur eine Belastung für die Polizisten, die wichtigeres zu tun hätten, sondern auch eine Gefahr für die Gamer.

SWAT-Team schoss mit Gummigeschossen auf Gamer
Ein besonders schwerer Fall von "Swatting" wurde nun laut "Eurogamer" von einem US-Gericht verhandelt. Ein Brite (21) hatte bei einer US-Terrorismus-Hotline angerufen, um einen 20-jährigen US-Amerikaner anzuschwärzen. Er gab sich als sein Opfer aus und behauptete, bewaffnet zu sein. Der Brite drohte am Telefon mit drei Morden, sollten nicht 15.000 US-Dollar Lösegeld bezahlt werden.

Die Drohung wurde ernst genommen, sofort rückte ein SWAT-Team zum Haus des mutmaßlichen Kriminellen aus. Obwohl die Eltern die Polizisten davon abzuhalten versuchten, stürmten diese das Zimmer des 20-Jährigen und eröffneten das Feuer. Der junge Mann wurde an Kopf und Brust von Gummigeschossen getroffen und erlitt einen Schädelbruch sowie eine Lungenquetschung.

Tätern drohen bis zu 20 Jahre Haft
Die schweren Folgen des aus dem Ruder gelaufenen Scherzes wirken sich auf die potenzielle Strafe für den Briten und einen anderen US-Amerikaner, der ihn zu der Tat angestiftet haben soll, aus. Bis zu 20 Jahre Haft drohen dem Duo, wenn das Gericht sie wegen des Swatting-Streichs verurteilt.

Das Opfer der Swatting-Attacke geht derweil nicht nur mit den anderen Gamern, sondern auch mit der Polizei hart ins Gericht. Es sei ihm unerklärlich, wieso die Beamten trotz der Aussage seiner Eltern, er sei im Bett und schlafe, sein Zimmer gestürmt und das Feuer auf ihn eröffnet hätten, so der 20-jährige Spiele-Streamer.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Primera Division
Griezmann mit Doppelpack bei Barcelonas 5:2-Sieg
Fußball International
Deutsche Bundesliga
Sabitzers Leipziger schlagen Hütters Frankfurter!
Fußball International
Premier League
ManCity bleibt mit Auswärtssieg an Liverpool dran!
Fußball International
Violett weiter in Not
Wieder nix! Austria erzittert nur 2:2 bei Hartberg
Fußball National

Newsletter