11.04.2017 10:33 |

Arbeiten 24/7

Roboter-Armee macht Postlern in China Konkurrenz

Ein chinesischer Paketdienst hat etliche Arbeiter durch eine Roboter-Armee ersetzt. In einem Lagerhaus der Firma flitzen Dutzende Paket-Bots herum und helfen den verbliebenen Menschen beim Sortieren der Pakete. Dem Unternehmen zufolge zahlt sich das aus: Die Roboter-Armee sortiert täglich 200.000 Packerl und ist 70 Prozent billiger als der Mensch.

Was sich im Lagerhaus eines chinesischen Paketdienstes abspielt, könnte auch aus einem Science-Fiction-Film stammen: Dutzende selbstladende kleine Roboter kurven auf Bahnen im Obergeschoss der Sortierstation herum, nehmen beim Paketförderband von ihren menschlichen Kollegen Packerl entgegen und werfen sie zielstrebig zur weiteren Verarbeitung im Untergeschoss in die dafür vorgesehenen Schächte.

Roboter arbeiten rund um die Uhr
Der chinesischen Zeitung "People's Daily" zufolge zahlt sich die Roboter-Armee für den Paketdienst aus. Weil sich die Roboter während der Fahrt - vermutlich über Induktion - aufladen, können sie 24 Stunden am Tag arbeiten. Sieben Tage die Woche. Gleichzeitig seien sie billiger als in China ohnedies nicht gerade teure menschliche Arbeitskraft. Die Zeitung berichtet von einem Sparpotenzial von 70 Prozent.

Auch die Menge an Paketen, die das Lagerhaus pro Tag bewältigt, ist imposant. Die wenigen menschlichen Arbeiter und ihre Roboter-Lakaien sortieren jeden Tag 200.000 Packerl. Fehler passieren dabei kaum: Die Roboter sortieren die Pakete auf Basis aufgedruckter Barcodes, wiegen die Packerl beim Transport auch gleich.

Auch Amazon setzt zunehmend auf Roboter
Roboter sind kein Spezifikum chinesischer Warenhäuser. Auch beim US-Onlinehandelsriesen Amazon sind sie im Einsatz. In einigen modernen Logistikzentren sind Hunderte Roboter namens "Kiva" im Einsatz, die den Paketflitzern aus China durchaus ähnlich sehen. Sie sortieren aber keine einzelnen Pakete, sondern transportieren ganze Regale voll bestellter Ware zu Menschen, die sie dann verpacken.

Im Gegensatz zu dem chinesischen Warenhaus liegt die Arbeitslast hier noch primär bei den menschlichen Arbeitern. Sie werden von den Robotern zwar mit Waren beliefert, Verpackung und Versand erledigen aber sie. Zumindest momentan noch - Amazon hat große Ambitionen, will künftig nicht nur in seinen Lagern auf Roboter setzen, sondern Pakete auch mit autonomen Drohnen ausliefern.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger

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