Mo, 18. Juni 2018

Kalenderwoche 13

30.03.2017 09:39

Sie stellen Fragen - Experten antworten

Unsere Leser haben jede Woche die Möglichkeit, sich mit medizinischen Fragestellungen per E-Mail an die Gesundheitsredaktion der "Krone" zu wenden. Wir leiten die Anfragen an kompetente Fachleute aus allen Heilberufen zur Beantwortung weiter.

"Bin jünger, als ich aussehe"
Barbara W. (56): "Ich fühle mich noch jung, schaue aber älter aus, als ich bin! Besonders mein Gesicht wirkt müde und abgespannt. Das belastet mich nicht nur privat, sondern schränkt mich auch beruflich ein, da ich als Kundenbetreuerin tätig bin. Versuche mit Botox und Hyaluronsäure verliefen nicht zufriedenstellend. Ich habe an ein Facelift gedacht, aber Angst davor, danach wie eine Maske auszuschauen."

Bei einem Facelift werden die im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses abgesunkenen Weichteile des Gesichts wieder angehoben. Dabei handelt es sich nicht wie vielfach angenommen nur um Haut, sondern vor allem um Binde- und Fettgewebe sowie Muskulatur. Oft wird bei einem Facelift zusätzlich eine Eigenfettverpflanzung durchgeführt. Damit lässt sich nicht nur die Hautqualität verbessern, man ersetzt auch das im Laufe der Zeit verlorene Fettgewebe im Jochbein- und Wangenbereich. Das führt zu einem deutlichen Verjüngungseffekt.

Die Neupositionierung der Weichteile erfolgt nicht nach hinten, wie viele glauben, sondern hauptsächlich nach oben. Der Zug ist so dosiert, dass weder die Mimik beeinträchtigt ist noch die Balance und der Charakter des Gesichtes gestört werden. Angst vor maskenhaftem Aussehen ist also unbegründet.

Ziel eines Faceliftes ist es nicht, ein neues Gesicht zu erzeugen, sondern das vorhandene zu verjüngen. Daher wird dieser Eingriff übrigens sinnvollerweise anhand eines Jugendfotos geplant.

Prof. Dr. Horst Koch

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Privatklinikum Hansa Graz. Informationen: www.plastische-op.at, 0650/75 31 29

Kur bei Asthma
Herbert M.: "Meine Freundin (66) leidet seit Jahren an Asthma bronchiale. Sie nimmt derzeit Alvesco, Symbicort, Spiriva und Berodual. Die Krankheit ist vielleicht genetisch bedingt (der Vater litt an Asthma) und hat auch mit Passivrauchen (Ex-Mann) zu tun. Meine Frage: Kann bei Asthma ein Kuraufenthalt helfen?"

Zunächst zu den Medikamenten: Sowohl in Alvesco als auch Symbicort ist Cortison zum Inhalieren enthalten. Ich empfehle, mit dem Lungenfacharzt zu besprechen, ob es genügt, eines dieser Medikamente höher zu dosieren, statt zwei zu nehmen. Bitte darauf achten, den Mund nach der Anwendung gut zu spülen! Spiriva und Berodual sind zwei sehr gut wirksame Präparate.

Eine gezielte Lungen-Rehabilitation ist bestimmt zu empfehlen. Die Patientin kommt aus Oberösterreich, wie ich dem Brief entnehme. Da gibt es zwei Zentren in Weyer und Enns, wo man viel Erfahrung mit Asthma hat. Im Rahmen der Therapie erfolgen gezieltes Training der Atemmuskulatur, Physiotherapie, psychologische Betreuung und andere Maßnahmen, um die Leistungsfähigkeit zu verbessern sowie natürlich die Beschwerden zu lindern. Sie sollten gemeinsam mit dem Lungenfacharzt einen Antrag auf Rehabilitation stellen.

Dr. Ralf Harun Zwick

Internist am Krankenhaus Tulln (NÖ) und Leiter der Pneumologischen Rehabilitation, Therme Wien.
Informationen: 01/505 9991

Seit einem Jahr Kreuzweh!
Karl T.: "Ich leide seit einem Jahr an Kreuzschmerzen. Sie schreiben ja so viel über Rückenprobleme. Können Sie mir einen Tipp geben?"

Ohne nähere Angaben ist das schwierig. Es gibt zahlreiche Ursachen für Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Am häufigsten liegen Abnützungen der Bandscheiben und Wirbelgelenke vor. Ich rate zu Röntgen und MRT der unteren Wirbelsäule und zur Besprechung des Befundes mit einem Orthopäden.

Doz. Dr. Martin Buchelt

Facharzt für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie aus 1170 Wien.
Informationen:www.orthopaedie-buchelt.at, 01/407 83 0

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