Therapie möglich

Jeden Tag ein nasses Bett!

Gesund
13.03.2017 06:00

Jeder fünfte Sprössling im Vorschulalter nässt ein! Somit stellt "Enuresis" das zweithäufigste chronische Leiden von Kindern dar. Scham und Angst sowie die Hoffnung, dass sich dieses Problem "von selbst auswächst", hindern Eltern oft daran, Hilfe zu suchen. Dabei gibt es viele Behandlungsmöglichkeiten!

Das noch immer tabuisierte Leiden verschwindet kaum von selbst, denn es stellt eine komplexe Erkrankung dar! Entgegen der weitläufigen Meinung liegt selten eine psychische Ursache zugrunde, sondern es wird in den meisten Fällen durch eine nächtliche Urin-Überproduktion, eingeschränktes Blasenfassungsvermögen oder das nicht rechtzeitige Aufwachen verursacht.

Unbehandelt hat die Erkrankung ernsthafte negative Auswirkungen auf das kindliche Selbstwertgefühl und sein emotionales Wohlbefinden. Auch die schulischen Leistungen werden beeinträchtigt! Studien zeigen: Eine erfolgreiche Therapie hingegen kann eine Verbesserung der Merkfähigkeit, Lebensqualität und des Tagesablaufes im Allgemeinen bewirken. Trotzdem warten Eltern durchschnittlich drei Jahre, bis sie Hilfe in Anspruch nehmen. Oft ist eine Kombinationstherapie bestehend aus allgemeinen Maßnahmen, wie z.B. abendlichen Ritualen, Verhaltenstherapie und Medikamenten, sinnvoll.

"Kein Drama, sondern ein lösbares Problem" - so das Motto der neuen Kampagne des Vereins Club Mondkind. Ein erster Schritt in Richtung geeignete Behandlung stellt der "Bettnässer-Test" dar. In nur drei Schritten lässt sich abklären, ob Ihr Kind betroffen ist.

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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