Do, 19. Juli 2018

USA gegen Nordkorea

07.03.2017 09:47

Obama befahl Cyberattacken gegen Raketenprogramm

Die USA haben offenbar unter der Regierung des früheren US-Präsidenten Barack Obama versucht, Nordkoreas Raketenprogramm durch Cyberattacken zu sabotieren. Die Kampagne habe allerdings keine bedeutenden Erfolge gebracht, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Vertreter von Obamas Regierung sowie der Nachfolgeregierung unter Präsident Donald Trump.

Dem Bericht zufolge hatte Obama das Verteidigungsministerium vor drei Jahren angewiesen, die Cyberattacken gegen Nordkorea auszuweiten, um den Start von nordkoreanischen Raketen zu verhindern. Als kurz danach einige Raketenstarts in Nordkorea missglückt seien, seien die verstärkten Cyberattacken als Erfolg gewertet worden.

Zweifel an Erfolg
Verteidiger des Programms erklärten laut "New York Times", die Hackerangriffe hätten Nordkoreas Vorhaben, mit Atomsprengköpfen bestückte Interkontinentalraketen zu entwickeln, um Jahre zurückgeworfen. Kritiker hielten dem entgegen, dass die Fehlschläge des nordkoreanischen Raketenprogramms womöglich schlicht auf Unfähigkeit der Nordkoreaner und schlechte Verarbeitung der Raketen zurückzuführen seien.

In den vergangenen acht Monaten hat Nordkorea drei Mal erfolgreich Mittelstreckenraketen getestet. Außerdem testete das international isolierte kommunistische Land 2016 zwei Mal eine Atombombe. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un erklärte im Jänner, sein Land stehe kurz davor, eine ballistische Interkontinentalrakete zu entwickeln. Trump entgegnete damals im Kurznachrichtendienst Twitter: "Das wird nicht passieren."

Nordkorea "dringlichstes Problem" für Trump
Laut "New York Times" sagte Obama Trump bei der Amtsübergabe im Jänner, die Bedrohung durch Nordkorea sei wahrscheinlich das dringlichste Problem, dem sich der neue US-Präsident stellen müsse. Seit Nordkoreas erstem Atomwaffentest im Jahr 2006 beschloss der UN-Sicherheitsrat bereits sechs Sanktionsrunden gegen das Land.

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