Mo, 25. Juni 2018

Neue Energie tanken

01.03.2017 11:00

Richtig fasten will gelernt sein - so geht's!

Mit dem Aschermittwoch beginnt die kirchliche Fastenzeit. Viele Menschen nutzen mittlerweile nicht nur mehr die Zeit vor Ostern, um sich in Verzicht zu üben. Fasten ist schick geworden: Es hilft, zu entschlacken, reinigt den Körper von Schadstoffen, lässt die Kilos purzeln und sorgt für neue Energie, ohne dass es primär ums Schlankhungern geht. Doch wie macht man es eigentlich richtig?

Fasten zeichnet sich durch eine stark reduzierte Kalorienzufuhr und ein gleichmäßiges "Herunterfahren" aller Nährstoffe aus. Oft ergänzen ein Bewegungs-Coaching und psychologische Unterstützung die Fastenden zusätzlich, auch Entspannung und innere Einkehr spielen für die Fastenden oft eine wichtige Rolle. Hier lesen Sie einige Tipps, die Ihnen - haben Sie sich einmal für eine bestimmte Fastenmethode (Heilfasten, Suppenfasten, veganes Fasten, F.-X.-Mayr-Kur, Fasten nach Buchinger, etc.) entschieden  - das Fasten erleichtern.

Der ärztliche Check-up
Zu Beginn Ihrer Fastenzeit sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Er wird Ihnen sagen, ob Sie fasten dürfen, welche Fastenkur für Sie geeignet ist, in welcher Intensität Sie diese betreiben und über welchen Zeitraum Sie fasten dürfen. Denn Fasten kann durchaus gesundheitsschädlich sein, wenn es nicht richtig gemacht wird.

Bevor Sie Ihr Fastenvorhaben in die Tat umsetzen, empfehlen wir Ihnen also unbedingt, den Arzt Ihres Vertrauens aufzusuchen. Dieser wird Ihnen auch die geeignete Gesamtkalorienzufuhr beziffern, welche für Sie geeignet ist und Ihnen weitere Tipps für Ihr Vorhaben mitgeben. Denn Gefahren lauern auch hier: Muskelverlust und Nährstoffmangel drohen, aber auch auch Kreislaufprobleme machen Fastenden oft zu schaffen. Menschen, die an Herzproblemen, Erkältungen etc. leiden, sollten z. B. keinesfalls fasten. Lassen Sie sich über alle Eventualitäten beraten und profitieren Sie von der langjährigen Erfahrung Ihrer Ärzte.

Ihr Arzt begleitet Sie durch die Fastenzeit
Aber, auch vorm Beenden Ihrer Fastenzeit gilt: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und essen Sie nicht sofort wieder "wie früher", sonst drohen Kreislaufprobleme, Jojo-Effekt, etc. Suchen Sie auch hier am besten ärztlichen Rat auf.

Trinken Sie ausreichend!
Da beim Fasten meist gänzlich auf feste Nahrung verzichtet wird, ist es ganz wichtig, dass der Fastende mehr Flüssigkeit als gewöhnlich zu sich nimmt. Der Körper benötigt Wasser nicht nur, um den Stoffwechsel aufrecht zu erhalten, es ist lebensnotwendig. Abhängig von Gewicht und Körpergröße können Sie im Internet Ihren persönlichen Flüssigkeitsbedarf errechnen, grundsätzlich sollten Sie mindestens zwei Liter Wasser, stilles Mineralwasser, Tee oder ungesüßte Fruchtsäfte oder auch Hühnerbrühe zu sich nehmen. So bleiben Blutdruck und Kreislauf stabil, die Haut trocknet nicht aus und die Nieren arbeiten weiterhin akkurat. Dass Sie auf Alkohol verzichten sollten, erwähnen wir hier nur aus Gewohnheit.

Achten Sie auf Ihren Flüssigkeitsbedarf - auch in Bewegung!
Wenn Sie eher zu den trinkfaulen Geschöpfen zählen, ist nun die Zeit gekommen, mit Teekanne, Karaffe oder Mineralwasserflasche immer rechtzeitig für einen großen Schluck zu sorgen. Am besten platzieren Sie diese in Griffweite und stets aufgefüllt, so gibt es keine Ausreden.

Treiben Sie zusätzlich noch leichten Sport (harte Trainingseinheiten sollten Sie Ihrem Körper in der Fastenzeit keinesfalls zumuten!) wie Spaziergänge oder Walking, um dem Abbau von Muskeln entgegenzuwirken, achten Sie darauf, stets gut hydriert zu sein. Der Flüssigkeitsbedarf erhöht sich quasi mit jedem Schritt und ist zusätzlich von Umgebungsbedingungen und auch Ihren persönlichen Werten abhängig.

Verwöhnen Sie sich
Beim Fasten geht es in erster Linie nicht ums Abnehmen, vielmehr soll Fasten als Ernährungsweise dienen, die Geist und Körper einander wieder "näher" bringt. Auch übertrieben langes Fasten ist nicht gesund und kann sich im Extremfall sogar gegenteilig auf Ihre Gesundheit auswirken. Verwöhnen Sie sich: eine Massage, ein gutes Buch oder einfach nur zehn Minuten für Sie - Entspannung spielt eine wichtige Rolle beim Fasten. Ordnen Sie Ihre Gedanken, priorisieren Sie tägliche Aufgaben, lassen Sie auch einmal "Fünfe gerade sein".

Fasten Sie bewusst
Beim Fasten dürfen Sie die Gedanken ruhig schweifen lassen. Dass sich dies mit oft stressigen Arbeitstagen nur schlecht vereinbaren lässt, liegt auf der Hand. Daher wäre es optimal, an Wochenenden oder in Urlauben zu fasten, um diese Zeit auch ganz bewusst erleben zu können.

Zu alledem gehört natürlich auch, alkoholischen Getränken oder Genussmitteln wie Kaffee, Schwarztee oder Zigaretten abzuschwören. Diese schaden Ihrem Körper nur - auch außerhalb der Fastenzeit - und machen Ihre Fastenerfolge bald wieder zunichte.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig

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