Schwerer Vorwurf

Uber-Manager wegen sexueller Belästigung gefeuert

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28.02.2017 09:56
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach den Sexismus-Vorwürfen einer ehemaligen Mitarbeiterin kennt Uber offenbar kein Pardon mehr: Der neue Technik-Chef des Unternehmens, Amit Singhal, muss nach wenigen Wochen bei Uber gehen. Er soll interne Ermittlungen gegen ihn wegen sexueller Belästigung bei seinem Ex-Arbeitgeber Google verschwiegen haben.

Singhal hatte erst im Jänner als für den Technik-Bereich zuständiger Vize-Präsident beim Fahrtendienstvermittler Uber angefangen. Davor arbeitete er 15 Jahre lang bei Google, wo er Anfang 2016 aufhörte.

Uber-Chef Travis Kalanick habe Singhal am Montag zum Rücktritt aufgefordert, berichtete der Branchendienst Redcode. Er habe nicht die Wahrheit gesagt, warum er Google verließ. Singhal bestritt in einer persönlichen Erklärung gegenüber Redcode und der Zeitung "USA Today" die Vorwürfe: Er billige solches Verhalten nicht und habe es auch nicht begangen.

Schwere Sexismus-Vorwürfe
Erst vergangene Woche hatte sich eine Ex-Mitarbeiterin von Uber beschwert, während ihrer Zeit im Unternehmen von ihrem Vorgesetzten sexuell belästigt, von der Personalabteilung aber nicht unterstützt worden zu sein. Generell warf sie dem Unternehmen Sexismus vor. Kalanick beauftragte umgehend den ehemaligen Justizminister der USA, Eric Holder, mit der Untersuchung der Vorwürfe.

Nach Protesten: Uber-Chef verlässt Trumps Beratergremium
Uber ist derzeit in der Defensive: In den vergangenen Wochen boykottierten viele Nutzer den Fahrtenvermittlungsdienst, weil Kalanick in der Wirtschaftsberatergruppe von Präsident Donald Trump saß. Unter dem Hashtag DeleteUber forderten sie dazu auf, die Uber-App zu löschen. Kalanick stieg aus dem Gremium wieder aus.

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