Di, 23. Oktober 2018

Experten warnen:

25.10.2016 09:07

Darum sollten Sie Ihre Passwörter jetzt ändern

Nach den massiven Cyberattacken auf Websites wie Twitter, Spotify und Netflix am vergangenen Freitag raten Experten vor allem auch Privathaushalten dazu, voreingestellte Passwörter von elektronischen Geräten in Heimnetzwerken zu ändern.

Experten vermuten, dass zumindest ein Teil der Angriffe mit einem Botnetz bestehend aus vernetzten Geräten durchgeführt wurde. Die Vorgehensweise dürfte sehr einfach gewesen sein und die Nachlässigkeit der Besitzer ausgenützt haben: "Hersteller liefern Geräte mit Standardkonfiguration aus und Nutzer ändern diese nicht", erläuterte Kaspersky-Sicherheitsforscher David Emm.

Die Angreifer nutzten demnach diese vorgegebenen Anmeldeinformationen, um Zugang zu vernetzte Geräten wie etwa Routern, Druckern, Festplattenrekordern oder Überwachungskameras zu erhalten. "Sobald sich der schädliche Code auf einem Gerät befindet, wird dieses Teil des Botnetzes und dient als Helfer, um das Angriffsziel mit Netzverkehr bzw. Anfragen zu überfluten und damit zu verhindern, dass Webseiten regulär funktionieren."

Solche Geräte im "Internet der Dinge" sind dem Sicherheitsanbieter zufolge ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle. Oft gibt es dafür keine Firmware-Updates und sie sind ständig im Netz. In den letzten Jahren gelangten zum Beispiel Babymonitore und Webcams aufgrund ihrer Schwachstellen in die Nachrichten.

Standard-Passwörter ändern
Alle voreingestellten Passwörter - sehr häufig etwa "admin" oder "login" - sollten daher geändert werden. Vor allem für den Internetrouter, der die Tür zum Heimnetzwerk darstelle, sollten einzigartige und komplexe Passwörter ausgewählt werden. Außerdem empfehlen die Experten, nicht benötigte Funktionen des Geräts zu deaktivieren.

Smarte Toaster und Kaffeemaschinen keine Bedrohung
Die gute Nachricht: Um den schadhaften Code erfolgreich auf ein entsprechendes Gerät zu übertragen, muss genügend Speicherplatz auf diesem vorhanden sein. Viele smarte Geräte wie Kaffeemaschinen oder Toaster kommen deshalb laut Kaspersky für derartige Angriffe vom vergangenen Freitag nicht in Frage.

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