01.09.2006 19:26 |

DVD-Ablöser

Kampf zwischen Blu-ray und HD-DVD ab Herbst

Der Rennen um die Nachfolge der DVD beginnt in Europa im Herbst. Der japanische Konzern Toshiba kündigte auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin am Freitag die Markteinführung von Playern des Standards HD-DVD für November an. Das Format konkurriert um die Nachfolge der DVD mit der Blu-ray-Disc von Herstellern wie Sony, Panasonic, Samsung oder Philips. Blu-ray-Geräte wurden auf der IFA schon für Oktober angekündigt.

Die beiden Standards bieten eine für Bilder in hoher Auflösung (HD) nötige deutlich höhere Speicherkapazität. Sie sind nicht mit einander kompatibel. Blu-ray bietet mehr Speicher, ist aber auch deutlich teurer. Die HD-DVD-Player von Toshiba sollen zwischen 600 und 1000 Euro kosten.

Blu-ray deutlich teurer
Panasonic kündigte am Vortag einen Blu-ray-Player für 1500 Euro an. Günstigstes Blu-ray-Abspielgerät dürfte die Spielekonsole PlayStation 3 von Sony werden, die im November auf den Markt kommt und ein Laufwerk des Formats enthalten wird. Auf der IFA bekamen die Besucher allerdings nur eine nicht funktionsfähige Attrappe der PS3 zu sehen!

Kunden in den USA verschmähten Blu-Ray und HD-DVD
Neben Playern setzt Toshiba auch auf Notebooks mit HD-DVD-Laufwerken und Brennern, um das Format beim Verbraucher durchzusetzen. Experten gehen derzeit davon aus, dass HD-DVD und Blu-ray längere Zeit nebeneinander existieren werden. Die Markteinführung beider Formate in den USA in diesem Jahr war von starker Kundenzurückhaltung geprägt.

Filmstudios produzieren nicht alle in beiden Formaten
In Europa sollen zum HD-DVD-Start zunächst 40 Filmtitel in dem Format erhältlich sein. Hollywood ist bei der Unterstützung der Formate gespalten. Die Studios Warner Bros. und Paramount bringen Filme in beiden Standards heraus. Universal hält sich nur an die HD- DVD. Disney, das Sony-Studio Columbia Tristar und 20th Century Fox arbeiten nur mit dem Blu-ray-Lager zusammen.

Hinter Blu-ray stehen neben mehreren Unterhaltungselektronik- Riesen zum Beispiel auch Apple oder TDK. HD-DVD wird unter anderem von Toshiba und NEC, aber auch von Computer-Schwergewichten wie Microsoft und Intel unterstützt.

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