FBI warnt:

Milliardenschaden durch Überweisungsbetrug

Web
08.04.2016 13:54

Unternehmen haben der US-Bundespolizei FBI zufolge weltweit durch rasant zunehmenden Überweisungsbetrug Milliardensummen verloren. Über Mails, die fälschlicherweise Managern zugeschrieben werden, würden Mitarbeiter aufgefordert, Überweisungen auf von Kriminellen kontrollierte Konten vorzunehmen, warnte das FBI auf seiner Internetseite.

Von Oktober 2013 bis Februar 2016 seien so mehr als 2,3 Milliarden Dollar (zwei Milliarden Euro) verlorengegangen. Betroffen gewesen seien mehr als 17.600 Firmen in mindestens 79 Ländern, darunter häufig Geschäfte, die mit ausländischen Lieferanten zusammenarbeiteten oder regelmäßig Geldüberweisungen vornähmen.

Laut FBI dürfte die Zahl der Opfer noch deutlich steigen, da der Erfolg Nachmacher anlocke. "Es ist ein risikoarmes, aber sehr lohnendes Verbrechen", sagte der frühere Staatsanwalt und heutige FBI-Cyber-Ermittler, Tom Brown.

Die Betrüger würden keine Mühen scheuen, um Firmen-Mails täuschend echt nachzubauen. Zudem nutzten sie andere Möglichkeiten, um potenzielle Opfer in die Irre zu führen. Das zeige, dass selbst das Hacken des E-Mail-Kontos große finanzielle Verluste nach sich ziehen könne.

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