24.03.2016 15:20 |

Neue Firmenkultur

Samsung: Weniger Überstunden, mehr Familienzeit

Der weltgrößte Smartphone- und Speicherchip-Hersteller Samsung Electronics stellt im Ringen um mehr Schlagkraft seine Firmenkultur auf den Kopf. Ziel sei es, beweglich und schnell wie ein Start-up zu werden und stets innovationsbereit zu sein, kündigte der südkoreanische Elektronikgigant am Donnerstag an.

Dafür hätten die Manager das Versprechen unterzeichnet, ihren Führungsstil zu ändern und stärker den offenen Dialog zu fördern. Darüber hinaus würden die einzelnen Hierarchieebenen reduziert, Feedback-Strukturen vereinfacht, interne Treffen abgeschafft und mehr Online-Diskussionen zwischen Bereichsleitern und Mitarbeitern eingeführt. Zudem will Samsung Überstunden reduzieren und Mitarbeiter dazu veranlassen, mehr Zeit mit ihren Familien zu verbringen.

Lange Zeit war die Unternehmenskultur in Südkorea dafür bekannt, dass Mitarbeiter eher Befehle ausführen sollten als Ideen einzubringen. Samsung versucht seit einiger Zeit, daran etwas zu ändern. So wurden flexible Arbeitszeiten eingeführt und die Bekleidungsvorschriften für die Arbeit am Wochenende gelockert. Auch wurde etwas von dem Druck genommen, nach Feierabend an den obligatorischen Lokalbesuchen teilzunehmen.

Der südkoreanische Vorzeigekonzern befindet sich mitten im Umbau. Dem Unternehmen machen sinkende Gewinne im Smartphone-Geschäft zu schaffen, zudem fehlen neue Umsatzbringer. Weltweit hat der Apple-Rivale rund 300.000 Mitarbeiter. Das Konglomerat vollzieht derzeit auch einen Generationenwechsel an der Spitze. Patriarch Lee Kun Hee liegt seit einem Herzinfarkt 2014 im Krankenhaus. Sein Sohn Jay Y. Lee übernimmt nun nach und nach die Kontrolle über das Unternehmen.

Batteriefabrik bei Budapest geplant
In Europa will der Konzern nun Batterien für Elektroautos bauen. Im ungarischen Göd bei Budapest ist eine entsprechende Fabrik im einem ehemaligen Samsung-Bildschirmröhrenwerk geplant, berichteten ungarische Medien am Donnerstag. Vergangenes Jahr hat Samsung SDI das Batteriewerk von Magna Steyr in Zettling bei Graz gekauft.

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