Do, 13. Dezember 2018

Geschäftszahlen

30.04.2015 11:29

Sony dämmt Verlust dank starker PlayStation 4 ein

Probleme im Smartphone-Geschäft haben den japanischen Elektronik-Riesen Sony den sechsten Verlust in sieben Jahren beschert, die PlayStation-Sparte hat jedoch Schlimmeres verhindert. Das Minus fiel mit 126 Milliarden Yen (960,4 Millionen Euro) deutlich geringer als ursprünglich erwartet aus. Im vergangenen Oktober hatte Sony noch mit weitaus höheren Verlusten von 230 Milliarden Yen gerechnet.

Der als Sanierer angetretene Konzernchef Kazuo Hirai stellte nun für das noch bis Ende März 2016 laufende neue Geschäftsjahr einen Gewinn von 140 Milliarden Yen (gut eine Milliarde Euro) in Aussicht und führte die vor einem Jahr ausgesetzte Dividende wieder ein.

Der Konzernumsatz stieg im vergangenen Geschäftsjahr um 5,8 Prozent auf gut 8,2 Billionen Yen. Die starke Nachfrage bei der Spielekonsole PlayStation 4 und Kamerasensoren griff Sony im vergangenen Jahr unter die Arme. Zudem schaffte die TV-Geräte-Sparte den ersten operativen Gewinn seit über einem Jahrzehnt - wenn auch nur unter Ausschluss der Sanierungskosten.

Smartphone-Bereich riss Loch in Finanzen
Der Smartphone-Bereich riss jedoch mit einem operativen Verlust von 220,4 Milliarden Yen erneut ein großes Loch in die Sony-Bilanz. Der hohe Betrag geht vor allem auf eine Abschreibung von 176 Milliarden Yen wegen Absatzproblemen zurück. Sony sitzt im Smartphone-Geschäft zwischen den Stühlen: Bei günstigen Geräten räumen chinesische Hersteller wie Huawei, Lenovo oder Xiaomi ab, am oberen Ende des Marktes sind Apples iPhone und Samsung mit seiner Galaxy-S-Reihe stark.

Im laufenden Geschäftsjahr will Sony sein Angebot stärker auf teurere Modelle ausrichten und hofft den operativen Verlust auf 39 Milliarden Yen drücken. Erste Anzeichen der Besserung gab es bereits im vergangenen Jahr: Ein besserer Produktmix und günstigere Wechselkurse ließen den Umsatz um 11 Prozent auf 1,32 Billionen Yen steigen.

Während Sony die eigenen Telefone nur schwer loswird, sind Kamerasensoren des japanischen Konzerns bei anderen Smartphone-Anbietern gefragt. Sie stecken unter anderem im iPhone von Apple oder dem neuen Galaxy S6 von Samsung. Der dafür zuständige Bereich "Devices", zu dem auch Akkus oder Speichermedien gehören, verbuchte einen Umsatzsprung von 24 Prozent auf 958 Milliarden Yen. Aus einem Verlust von 12,4 Milliarden Yen im Geschäftsjahr davor wurde ein Plus von 93 Milliarden Yen.

Hackerangriff kostete 41 Millionen Dollar
Im Filmgeschäft verdiente Sony 58,5 Milliarden Yen. Das war ein Plus von gut 13 Prozent - auch weil im Jahr davor die teuren Filme "After Earth" und "White House Down" sich als Flops entpuppt hatte. Für die Folgen des verheerenden Hacker-Angriffs, der Sony Pictures im vergangenen November für Wochen lähmte, veranschlagte der Konzern 41 Millionen Dollar (37,3 Millionen Euro).

Sony verkaufte im vergangenen Geschäftsjahr 14,8 Millionen Geräte von seiner aktuellen Spielekonsole PlayStation 4. Im laufenden Jahr sollen es 16 Millionen werden. Der Jahresumsatz der Spiele-Sparte stieg um ein Drittel auf 1,39 Billionen Yen und sie spielte einen operativen Gewinn von 48 Milliarden Yen ein.

Hirai steht unter Druck, Ergebnisse seiner Sanierungsbemühungen zu präsentieren. Er wurde das schwächelnde PC-Geschäft los und spaltet die jahrelange verlustreiche Elektronik-Sparte in eine eigenständige Tochter aus. Im Geschäftsjahr davor hatte Sony auch wegen der Kosten des Umbaus gut 128 Milliarden Yen verloren.

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