Erfolg in Brüssel

EU geht rot-goldenen Weg im Weintourismus

Burgenland
08.11.2026 06:00

„Ein positives Signal!“ Die EU-Kommission hat zahlreiche Vorschläge aus dem Burgenland in ihre neue Tourismusstrategie aufgenommen. Künftig sollen Städteurlauber verstärkt in die Weinregionen gelockt werden. Davon könnte auch der heimische Tourismus kräftig profitieren.

Schon früh hat das Burgenland die Zeichen der Zeit erkannt und sich für die Pflege des Kulturguts Wein eingesetzt. Mit der initiierten WINE-Intergroup unter dem Vorsitz von SPÖ-Regierungskoordinator Robert Hergovich haben Europas Anbaugebiete ein Sprachrohr, das in der EU gehört wird. „Unsere Bemühungen tragen Früchte“, betont Hergovich am heutigen Internationalen Tag des Weintourismus.

Sechs Punkte in EU-Strategie verankert
Das Konzept für „Europäische Wein- und Kulturrouten“ – im Juli präsentiert und von EU-Kommissar Apostolos Tzitzikostas honoriert – fand in Brüssel breite Akzeptanz. „Ziel ist es, bekannte Städtedestinationen stärker mit umliegenden Weinregionen zu verbinden und so mehr Gäste für den ländlichen Raum zu gewinnen“, so Hergovich. Sechs rot-goldene Punkte sind in der neuen EU-Strategie für nachhaltigen Tourismus verankert.

  • Tourismusströme besser verteilen: Die Kommission erkennt das Problem überfüllter Reiseziele an, während andere Regionen um Besucher zu kämpfen haben.
  • Europäische Entdeckungsrouten: Angepeilt wird, verschiedene Reiseziele miteinander zu verbinden und Urlauber zu motivieren, weniger bekannte Regionen zu entdecken.
  • Von Quantität zur Wertschöpfung: Die Kommission betont, dass der wirtschaftliche Nutzen für die Bevölkerung vor Ort gesteigert werden soll, anstatt lediglich die Besucherzahlen zu erhöhen.
  • Die Wirtschaft im ländlichen Raum stärken: Tourismus wird als Motor für die ländliche Entwicklung, lokale Unternehmen und die regionale Wettbewerbsfähigkeit hervorgehoben.
  • Regionale Pilotprojekte: Die Kommission plant die Entwicklung eines EU-Modells für Tourismusmanagement, Pilotmaßnahmen ab 2027 inbegriffen.
  • Bessere Verkehrsanbindung der Regionen: Laut Vorschlag des Burgenlandes rücken weniger bekannte Reiseziele in den Fokus.

„Dass sich Kernpunkte unseres Konzepts in der EU-Strategie wiederfinden, ist ein positives Signal. Gerade Weinregionen können von einer engen Verbindung zwischen Stadt und Land profitieren“, sagt Hergovich. So sollen etwa Gäste, die mehrere Tage in Wien oder Graz verbringen, zumindest für einen Tag in einer pannonischen Weinregion begeistert werden.

Ferner will Hergovich europäische Weinregionen stärker vernetzen und zeigen, wie Weinbau, Kulturerbe und nachhaltiger Tourismus neue Chancen schaffen.

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