Geopolitische Krisen weltweit haben in den vergangenen Jahren und Monaten den Gaspreis hochgetrieben. Jedoch nicht nur der Gaspreis ist gestiegen, sondern parallel dazu hat auch der Strompreis kräftig angezogen und das spüren die Österreicher jeden Tag. Wieso der Gaspreis den Strompreis hochtreibt und wie man sich davor wappnen kann erfahren Sie hier.
Mit dem Krieg in der Ukraine steigt der Gaspreis weltweit stark an. Parallel dazu auch der Strompreis. Verantwortlich dafür ist das sogenannte Merit-Order- Prinzip am europäischen Strommarkt: Denn das teuerste Kraftwerk, das zur Deckung des Strombedarfs noch benötigt wird, bestimmt den Preis für den gesamten gehandelten Strom. Und das sind häufig Gaskraftwerke.
Strom- und Gastarife gehen durch die Decke
Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie anfällig der Markt für internationale Krisen ist. Gas kostet mittlerweile knapp 100 Euro je Megawattstunde, neue Stromtarife liegen bei etwa zehn bis 15 Cent netto je Kilowattstunde. Das ist eine deutliche Verteuerung gegenüber dem Frühjahr, aber noch weit entfernt von den historischen Rekordständen des Jahres 2022. Damals hatte das Wegbrechen russischer Pipeline-Lieferungen eine akute Gasnot ausgelöst. Heute sorgen globale.Krisen für Nervosität. Die Versorgung Österreichs gilt laut E-Control aber als gesichert.
Wie man sich davor wappnen kann
Während fossile Kraftwerke von internationalen Rohstoffmärkten abhängig sind, produziert eine eigene PV-Anlage Strom zu langfristig kalkulierbaren Kosten. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde muss nicht teuer zugekauft werden. Im Oktober lag der durchschnittliche Großhandelspreis bereits bei 22,02 Cent je Kilowattstunde, an einzelnen Tagen sogar über 31 Cent. Noch größer wird der Vorteil mit einem Speicher, der überschüssiges Solares tagsüber aufnimmt und ihn abends bereitstellt, wenn der Bedarf steigt. So lässt sich der Eigenverbrauch deutlich erhöhen und der teure Netzbezug reduzieren.
Wer wissen möchte, wie sich eine eigene Photovoltaikanlage auf die persönlichen Stromkosten auswirken könnte, kann dies im Rahmen eines unverbindlichen SonnenChecks von Krone Sonne abklären. Dabei wird unter anderem geprüft, welche Anlagengröße zum jeweiligen Haushalt passt, ob ein Speicher sinnvoll ist und welches Einsparpotenzial sich daraus ergibt.
Auch Energiegemeinschaften bieten Chancen. Sie ermöglichen, regional erzeugten Sonnenstrom mit Nachbarn zu teilen. Die Preise werden innerhalb der Gemeinschaft vereinbart und sind nicht direkt an die Strombörse gekoppelt. Zusätzlich können Netzkosten eingespart werden. Die Botschaft ist klar: Je mehr Sonnenstrom vom Dach kommt, desto unabhängiger werden Haushalte von internationalen Krisen.