Eine hohe Auszeichnung und Ehrung für die Erforschung von Weltraumwetter gab es jetzt für den Wiener Weltraumwissenschaftler Christian Möstl.
Christian Möstl von Geosphere Austria liegt wohl immer richtig, wenn er Sonnenschein vorhersagt, denn er ist Gründer und Leiter des österreichischen Büros für Weltraumwetter, und beschäftigt sich vor allem mit Sonnenbeobachtung. Klingt nach weltfremder Wissenschaft, ist aber das Gegenteil davon: Möstl ist international federführend bei der frühestmöglichen Prognose von Sonnenstürmen.
Sonnenstürme können Satelliten, und damit die gesamte globale Kommunikation, ebenso wie Stromnetze und andere technische Infrastruktur lahmlegen. Nicht umsonst fragt auch die Europäische Weltraumagentur vor allem bei Möstl nach, wenn sie wissen will, wie intensiv auf der Sonne gerade die Sonne scheint.
Dafür hat Möstl nun als erster Österreicher die Kristian-Birkeland-Medaille erhalten, die wichtigste europäische Auszeichnung in seinem Feld. Das wäre schon genug, um ihn deshalb auch zum Wiener der Woche zu küren. Aber es gibt noch einen Grund mehr, denn Möstl denkt bei seinen Prognosen auch an Menschen, die wie er einfach von Himmelsphänomenen fasziniert sind: Der punktgenaue Hinweis im letzten Jänner, dass man am 19. im ganzen Land Polarlichter zu sehen bekommen würde, kam ebenso von ihm und seinem Team.
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