AK-Auswertung zeigt:

Betreuung der Kleinsten bleibt Achillesferse in OÖ

Oberösterreich
03.11.2026 14:00

Öffnungs- und Schließzeiten, Mittagsangebot und generelle Verfügbarkeit: Die Arbeiterkammer (AK) OÖ veröffentlichte am Dienstag den diesjährigen Kinderbetreuungsatlas. Der – recht lückenhafte – Report zeigt: Vor allem bei der Betreuung unter Dreijähriger hat das Land weiter dringenden Aufholbedarf.

Seit 27 Jahren erhebt die AK, wie es um die Rahmenbedingungen der Kinderbetreuung in Oberösterreich bestellt ist. Gemeinsam mit dem IFES-Institut werden im diesjährigen Kinderbetreuungsatlas wieder Parameter wie verfügbares Angebot je nach Altersstufen, Öffnungs- und Schließzeiten der Einrichtungen sowie ein etwaiges Mittagsangebot überprüft. Auf Basis dieser Kriterien gibt es für die Gemeinden die Kategorien 1A (beste) bis D (schlechteste). 

AK-Präsident Andreas Stangl präsentierte am Dienstag die aktuelle Studie. Sein Fazit: Oberösterreich habe bei der Kinderbildung und -betreuung (KBB) Aufholbedarf. „Es gibt viele engagierte Gemeinden und erfreuliche Entwicklungen. Wir dürfen uns aber nicht auf einzelnen Vorzeigeprojekte ausruhen.“ Besonders bei der Betreuung der Kleinsten gibt es hierzulande weiterhin viel Luft nach oben. 

Zitat Icon

Gute Kinderbildung und -betreuung ist die zentrale Voraussetzung für Eltern, um arbeiten zu können. Das Land muss die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen.

Andreas Stangl, Präsident AK OÖ

Nur 31 Gemeinden top
Demnach erzielten hier nur 31 Gemeinden die Bestnote 1A, 141 wurden mit A bewertet, 75 mit B sowie insgesamt 32 mit C und D. Allerdings – und das gilt für die gesamte Publikation: Nur 279 der 438 Gemeinden in OÖ beteiligten sich an der Erhebung, 159 Kommunen (36 Prozent) gaben keine Daten heraus. Laut Büro der für die KBB zuständigen LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) sei die AK-Studie daher „nicht repräsentativ“. Aussagekräftig sei einzig die im Mai von Haberlander präsentierte Kindertagesheimstatistik 2025/26, deren Befund in Sachen Betreuungsangebot deutlich positiver ausfällt. 

Forderung nach verpflichtender Bedarfserhebung
Stangl hingegen kritisiert die Verweigerung der 159 Gemeinden: Die Bevölkerung habe ein Recht darauf, zu wissen, wie es um die Kinderbetreuung in ihrer Gemeinde bestellt ist. Neben flächendeckenden, bedarfsgerechten und vollzeittauglichen Bildungsangeboten fordert er daher unter anderem eine „verpflichtende und professionelle Bedarfserhebung in Gemeinden und Bezirken“.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung