Bajaj Mobility – die Muttergesellschaft des Innviertler Motorradherstellers KTM – hat im dritten Quartal 2026 Umsatz und Profitabilität gesteigert. Der Konzernumsatz kletterte um 57 Prozent auf 351,1 Millionen Euro, womit heuer nach neun Monaten die Eine-Milliarde-Euro-Marke überschritten wurde.
Das Betriebsergebnis stieg auf 11,3 Millionen Euro, nach bereinigten minus 71 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Treiber der Entwicklung war das Motorradgeschäft mit den Marken KTM, Husqvarna Motorcycles und GASGAS. Der Motorrad-Umsatz erhöhte sich im dritten Quartal um 84 Prozent auf 288,3 Millionen Euro, während der Absatz um 51,1 Prozent auf 47.390 Fahrzeuge zulegte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen drehte mit 40,7 Millionen Euro klar ins Plus (Vorjahr: bereinigt minus 38 Millionen Euro). In den ersten drei Quartalen summiert sich der weltweite Motorradabsatz inklusive der Direktverkäufe durch Bajaj in Indien auf 228.067 Stück. Zudem seien die Overheadkosten in den ersten neun Monaten um 96,9 Millionen Euro gesenkt und der Personalabbau im dritten Quartal abgeschlossen worden. Summa summarum: KTM setzte auch im dritten Quartal seinen Erholungskurs nach der Insolvenz und der darauffolgenden Krise fort.
Werk in Brasilien eröffnet
Am 14. Oktober 2026 eröffnete die Gruppe in Manaus (Brasilien) ihr erstes eigenes KTM-Montagewerk außerhalb Österreichs – die „Krone“- berichtete. Der Standort ist im Einschichtbetrieb auf 10.000 Einheiten pro Jahr ausgelegt und bedient ausschließlich den lokalen Markt; die Fertigung im Stammwerk Mattighofen bleibe davon unberührt.
Profitabilität soll weiter steigen
„Nach dem ersten positiven operativen EBIT im zweiten Quartal 2026 konnten wir die Profitabilität im dritten Quartal nochmals deutlich steigern“, sagte Finanzvorständin Petra Preining am Dienstag. „Gleichzeitig haben wir unsere Kostenstruktur weiter verbessert und die Lagerbestände auf einem nachhaltig effizienten Niveau gehalten. Diese Entwicklung bestätigt, dass wir die richtigen Maßnahmen umgesetzt haben und auf einem soliden finanziellen Fundament aufbauen können.“
Für das verbleibende Geschäftsjahr 2026 liege der Schwerpunkt auf der weiteren Steigerung der Profitabilität und der Verbesserung des Free Cashflows. Das Management beobachte dabei mögliche Risiken durch geopolitische Rahmenbedingungen sowie veränderte Zoll- und Handelsregelungen.
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