Natur pur

Ein Trittsteinbiotop für Amphibien & Wildbienen

Burgenland
02.11.2026 10:56

Der Mensch hat die Lebenswelten der Tiere durch Straßen und Wege durchschnitten. Umso wichtiger sind sogenannte „Trittsteinbiotope“, die Tieren und Pflanzen als temporärer Lebensraum oder Zufluchtsort dienen.

Zuerst war da der Kirschsorten-Erhaltungsgarten für deren leer gebliebenen Teil der Verschönerungsverein Winden mit Obmann Otto Frischmann eine Verwendung suchte, während Carina Pimpel wiederum für ihren Verein S.I.D. ACT auf der Suche nach einem Grundstück für einen Inklusionsgarten war, auf dem sie Natur für Menschen mit Lernschwierigkeiten in einfacher Sprache verständlich machen konnte.

Ein Projekt, das immer mehr gewachsen ist 
„Wir hatten das Grundstück, Carina das Projekt dazu und das ist immer weiter gewachsen“, schmunzelt Otto Frischmann und schaut stolz auf das, was jetzt herausgekommen ist. Denn schnell ist aus dem Projekt mehr geworden und jetzt kann man sich über ein Trittsteinbiotop in Winden freuen, das sowohl Amphibien, als auch Wildbienen glücklich machen wird. Es entstand eine Trockensteinmauer, ein kleiner Schaufelteich, der in den kommenden Jahren geeignete Bedingungen für die Fortpflanzung heimischer Amphibien bieten soll, ein Sandarium, wo die Wildbiene nisten kann, eine Käferburg, verschiedene Winterquartiere und abwechslungsreiche Blühflächen. Das alles wurde bereits geschaffen.

„Auch bei der Bepflanzung steht die heimische Vielfalt im Mittelpunkt“, erklärt Carina Pimpel. „Die Auswahl der Pflanzen erfolgte in Abstimmung mit der Roten Liste Burgenland.“

Viele Hände, schnelles Ende! Die Zusammenarbeit funktionierte tadellos.
Viele Hände, schnelles Ende! Die Zusammenarbeit funktionierte tadellos.(Bild: Carina Pimpel)
Der Windener Raumausstatter Drechsler half ebenfalls unentgeltlich!
Der Windener Raumausstatter Drechsler half ebenfalls unentgeltlich!(Bild: Otto Frischmann)
Die Trockensteinmauer wird vor allem Eidechsen glücklich machen.
Die Trockensteinmauer wird vor allem Eidechsen glücklich machen.(Bild: Carina Pimpel)
Carina Pimpel und Otto Frischmann beim fertigen Trittsteinbiotop. Am Foto eine Käferburg, ...
Carina Pimpel und Otto Frischmann beim fertigen Trittsteinbiotop. Am Foto eine Käferburg, dahinter das Sandarium.(Bild: Carina Pimpel)

Neben dem Schutz der Artenvielfalt spielt aber auch die Wissensvermittlung eine große Rolle. Eine Info-Tafel vor Ort erklärt die unterschiedlichen Lebensräume und ihre Bedeutung für die Natur. Über einen QR-Code können die Informationen zusätzlich in einfacher Sprache abgerufen werden.

Wer neugierig geworden ist: Das Habitatsvernetzungsprojekt wird offiziell am 6. November zwischen 11 und 12 Uhr eröffnet. Die Verantwortlichen werden dabei auch vor Ort sein.

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