Mehr Arbeitslose

„Wirtschaft entwickelt sich schwächer als erhofft“

Steiermark
02.11.2026 10:45
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Die Arbeitslosigkeit in der Steiermark steigt weiter. Besonders betroffen sind junge Menschen und Zeitarbeitskräfte – laut AMS ein „Warnsignal für die kommenden Monate“. Der erhoffte wirtschaftliche Aufschwung habe sich hierzulande nicht wirklich eingestellt. 

„Das Jahr 2026 müssen wir aus Sicht des steirischen Arbeitsmarktes leider abschreiben“ – es sind wenig optimistische Worte, die der steirische AMS-Chef Karl-Heinz Snobe zur aktuellen Lage findet. Die steirische Wirtschaft entwickle sich schwächer als erhofft. Eine ähnliche Entwicklung wie in Oberösterreich, wo man von einer wirtschaftlichen Erholung in Deutschland profitiere, habe in der grünen Mark nicht durchgeschlagen. 

Industrie schwächer als erwartet
Die Arbeitslosigkeit ist in der Steiermark im Oktober weiter angestiegen, im Vorjahresvergleich um fast sechs Prozent. Unter allen Bundesländern ist das der zweitstärkste Anstieg nach Niederösterreich. Gut 38.000 Menschen in der Steiermark sind derzeit beim AMS arbeitslos gemeldet, was einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent entspricht. 

Zitat Icon

Ich hatte gehofft, dass die Steiermark eine ähnliche Entwicklung wie Oberösterreich nimmt und von einer wirtschaftlichen Erholung in Deutschland profitiert.

Karl-Heinz Snobe, AMS-Landesgeschäftsführer

Besonders alarmierend ist die Entwicklung laut AMS Steiermark bei jungen Menschen und Zeitarbeitskräften, die als wichtige Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung gelten. Dass sich die Zahlen hier wieder deutlich verschlechtern, sei ein Warnsignal für die kommenden Monate. Auch die Industrie entwickle sich wieder schwächer als in den vergangenen Monaten.

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