Die Zufriedenheit bei Arbeitnehmern nimmt laut Studie stark ab. Vor allem das Thema Gesundheit spielt dabei eine Rolle. Die Arbeiterkammer Burgenland fordert daher unter anderem eine bessere betriebliche Gesundheitsförderung.
Seit 2009 erstellt das IFES-Institut im Auftrag der Arbeiterkammer jedes Jahr den Arbeitsklimaindex, der Auskunft über die Zufriedenheit der burgenländischen Arbeitnehmer gibt. Die aktuellen Ergebnisse zeigen dabei einen starken Rückgang.
Ein Grund dafür sind laut IFES belastende Arbeitsbedingungen, die oft zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Angeführt wird die Tabelle von Muskelverspannungen (58 Prozent), Probleme mit den Rücken (54 Prozent), Erschöpfung (51 Prozent), Ein- und Durchschlafstörungen (42 Prozent) oder Augenproblemen (34 Prozent). Die Beschwerden variieren je nach Branche: Arbeitnehmer aus Industrie und Gewerbe klagen vor allem über Erschöpfung, Beschäftigte in den Bereichen Verwaltung, Gesundheit und Soziales und Handel belasten Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich sowie Kreuzschmerzen und Probleme mit dem Rücken. Beschwerden wie Kopfschmerzen und Migräne und Augenbeschwerden gibt es vor allem bei Dienstnehmern im Verwaltungsbereich.
Physische aber auch psychische Belastungen führen dazu, dass es 39 Prozent der burgenländischen Beschäftigten für (eher) unwahrscheinlich halten, bis zum 65. Lebensjahr arbeiten zu können. 64 Prozent von ihnen führen Krankheit, Verletzungen oder Schmerzen ins Treffen. Für 62 Prozent sind psychische Belastungen wie Stress, emotionaler Druck oder Burnout ein Faktor. Viele würden gerne ihre Arbeitszeit verringern und wünschen sich mehr gesundheitsfördernde Maßnahmen am Arbeitsplatz.
Die Arbeiterkammer Burgenland fordert daher, dass alterns- und altersgerechte Arbeitsplätze, betriebliche Gesundheitsförderung und bessere Rahmenbedingungen zur Berufsausübung quer durch alle Branchen rasch umgesetzt werden. „Wir sollten nicht über die Anhebung des Pensionsalters diskutieren, sondern darüber nachdenken, welche Maßnahmen gesetzt werden müssen, um die Menschen überhaupt gesund bis zur Pension zu bringen“, so Expertin Brigitte Ohr-Kapral.
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