Laut Greenpeace bestätigt ein Laborbefund freiliegendes Material vor der Städtischen Kinderkrippe in Oberwart. Die Stadt will rasch notwendige Sanierungen einleiten.
Es geht um das Areal vor der städtischen Kinderkrippe. Eine Laboranalyse von Greenpeace zeigt eine massive Asbestbelastung. Der Anteil bei drei Stichproben betrage zwischen von 20 bis 50 %. Belastete Steine sollen zwischen dem Gebäude und dem Gehweg offen herumliegen.
Greenpeace betont, die Leitung der Kinderkrippe bereits informiert zu haben. Stadt und Landesregierung seien schon vor Monaten darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass hier durch Asbestbrocken Gefahr bestehen könnte. „Bürgermeister Georg Rosner muss das Areal umgehend sperren und rasch sanieren“, fordert Stefan Stadler von Greenpeace Österreich. Die Asbestfasern würden die Gesundheit von Kleinkindern enorm gefährden.
Stadt nimmt Laborbefund ernst
Bürgermeister Georg Rosner berichtet, dass er in dieser Causa stets alles an die Taskforce des Landes weitergeleitet habe, aber noch keine Rückmeldung erhalten habe. Wie gefährlich die Situation beim Thema Asbest sei, dazu würde es unter Experten unterschiedliche Meinungen geben. Die Laboranalyse habe man erst am Ende der Vorwoche erhalten. „Wir nehmen das ernst und werden so schnell wie möglich nötige Sanierungen einleiten“, kündigt Rosner an. Der Platz vor einer Kinderkrippe sei ein sensibler Bereich.
„Kein Einzelfall“
Für Greenpeace ist das kein Einzelfall in Oberwart. Verwiesen wird auf Luftmessungen der Taskforce im Winter vor dem Krankenhaus und dem Rathaus, die eine hohe Belastung ergeben hätten. Die Bevölkerung habe acht Asbest-Flächen gemeldet. Saniert worden sei nur ein Bereich vor einem Supermarkt. Hinter dem Spital wäre der Schotter nur mit Sand abgedeckt worden. Greenpeace berichtet von Bewohnern, die aus Sorge vor gesundheitlichen Folgen wegziehen würden.
Rosner schüttelt nur den Kopf: „Uns hat bisher noch niemand mitgeteilt, dass er deswegen wegziehen wird.“ Man werde Maßnahmen weiter gezielt nach Absprache mit Experten setzen.
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