Austria Lustenau muss einen Tag nach Halloween zu einem echten Gruselgegner, seit dem Jahr 1999 haben die Grün-Weißen kein Tor mehr gegen die Roten Bullen aus Salzburg erzielt. In den letzten fünf Spielen gab es außerdem Saures für den Ländle-Klub. Der sich aber heute etwas ausrechnet.
Süßes oder Saures hieß es am gestrigen Halloween-Tag. Für Lustenau trifft heute (14.30) gegen RB Salzburg klar zweiteres zu. Denn in den letzten fünf Aufeinandertreffen mit den Bullen kassierte die Austria insgesamt 26 Gegentore. Die Palette reicht von zwei 0:4-Niederlagen, einer 0:6 Heimpleite in der Saison 2022/23, über den 5:0-Erfolg der Salzburger im ÖFB-Cupfinale bis hin zum jüngsten 0:7 in der Ära von Andy Heraf.
Und wann hat Lustenau das letzte Mal gegen die Mozartstädter getroffen? Das war in der Vor-Red Bull-Ära beim 1:0 Sieg am 11. September 1999 im Reichshofstadion gegen das damalige Austria Salzburg. Verteidiger Armand Benneker erzielte in der 88. Minute den Siegestreffer. Seither gab es nichts mehr zu holen. In der Gegenwart baut Lustenau auf die Leistung beim 3:2-Sieg über Sturm im ÖFB-Cup auf. „Der Einzug ins Viertelfinale war enorm wichtig fürs Selbstvertrauen. Zuvor habe ich 13 Gegentreffer in drei Spielen kassiert, das macht mit dem eigenen Ego schon etwas“, gibt Torhüter Domenik Schierl unumwunden zu.
Drohende Angriffslawine
Der gebürtige Pongauer wurde selbst in der Salzburg-Akademie ausgebildet, spielte dort unter anderem mit ÖFB-Team-Keeper Alexander Schlager zusammen. „In dieser Zeit habe ich sehr viel gelernt.“ Der 32-jährige so verlässliche Schlussmann wird heute bei den Lustenauern gegen die drohende Angriffslawine der Heimelf besonders gefordert sein. „Ich fühle mich fit wie schon lange nicht mehr“, stellt sich „Schierli“ der Herausforderung. Einen besonderen Reiz hat zudem das Duell mit seinem ehemaligen Teamkollegen Haris Tabakovic.
Makellose Bullen
Die Bullen blieben bisher in allen fünf Heimspielen erfolgreich, schossen unter anderem Rapid mit 5:1 aus der Arena und weisen insgesamt eine Torbilanz von 16:2 auf. Allerdings hat Salzburg auch neun Ausfälle zu beklagen, der Kader strotzt aber dennoch vor Qualität. Die Austria muss die müden Beine vom Cup-Krimi abschütteln. Trainer Markus Mader stellt sich auf ein extrem intensives Match ein. „Nur mit einer Topleistung von der ersten bis zur letzten Minute können wir in Salzburg bestehen.“
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