In China hat die Zahl der Megareichen im Zuge des KI-Booms deutlich zugenommen. Eine ganze Reihe von Tech-Unternehmern schaffte den Sprung auf die neue Hurun-Rangliste, die Chinesen mit einem Vermögen von mindestens 5 Milliarden Yuan (rund 673,5 Millionen Euro) auflistet. Die Liste umfasst nun rekordträchtige 1529 Menschen. Der bisherige Höchststand war 2021 mit 1460 Mega-Reichen erreicht worden.
Insgesamt stiegen 263 Vermögende neu in die Reichen-Liste ein – sie sind vor allem in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Robotik und Halbleitern tätig. Darunter findet sich etwa der Gründer des KI-Startups Deepseek, Liang Wenfeng, dessen Vermögen auf umgerechnet 37,5 Milliarden Euro geschätzt wird und der den siebten Platz der Liste belegt. Im vergangenen Jahr hatte Deepseek ein KI-Modell herausgebracht, dass es mit den führenden US-Konkurrenten aufnehmen kann, den Unternehmensangaben nach aber deutlich niedrigere Entwicklungskosten verursachte.
Tech-Vermögen steigen
Die Reichenliste dieses Jahres spiegle Chinas Wirtschaft der „zwei Geschwindigkeiten“ wider: Tech-Vermögen würden stark ansteigen, während traditioneller Wohlstand zurückgehe, erklärte Rupert Hoogewerf vom Hurun-Forschungsinstitut, welches das Ranking veröffentlicht. Unter den Top 100 hätten 60 Prozent der Menschen auf der Liste ihr Vermögen in Sektoren gemacht, auf die China im Jahr 2015 im Rahmen eines Plans abgezielt hatte, um binnen zehn Jahren eine technologische Führungsposition aufzubauen.
Den ersten Platz belegte der Gründer des Bytedance-Konzerns, Zhang Yiming, mit einem geschätzten Vermögen von umgerechnet fast 90 Milliarden Euro. Er hatte schon 2024 einmal die Liste als reichster Mann Chinas angeführt. Zu Bytedance gehört das Onlinenetzwerk Tiktok. In die Top Ten schafften es unter anderem auch der Gründer des Batterieherstellers CATL, Robin Zeng, und der Chef des Internetriesen Tencent, Pony Ma.
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