Jetzt kommt Bewegung in die Sache! Zum ersten Mal überhaupt ist ein eigener Ausbildungslehrgang für Justizwachebeamte in Tirol beabsichtigt. Das Konzept liegt bereits vor, der Startschuss soll noch im Jahr 2027 fallen. Das bestätigt das Justizministerium gegenüber der „Krone“.
Im Zuge ihres Tirol-Besuches Mitte September ließ Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) aufhorchen, als sie einen eigenen Ausbildungslehrgang für Tirol ankündigte. Ein Vorhaben, dem vor allem die Justizwache-Gewerkschaft Tirol viel abgewinnen kann. Kein Wunder, werden Justizwachebeamte bisher ausschließlich außerhalb von Tirol ausgebildet. Die „Tiroler Krone“ berichtete ausführlich darüber.
Sämtliche Rahmenbedingungen werden derzeit geprüft
Die Gewerkschaft forderte daraufhin „Taten statt Ankündigungen“ und einen „konkreten Starttermin“. Genau das liefert nun das Justizministerium. „Im Auftrag der Generaldirektion für den Straf- und Maßnahmenvollzug hat die Strafvollzugsakademie ein Konzept für einen eigenen Ausbildungslehrgang in Tirol erarbeitet“, sagt Sina Bründler-Lerner, Sprecherin des Justizministeriums, gegenüber der „Krone“.
Aktuell werden „räumliche, personelle und organisatorische Rahmenbedingungen“ geprüft. „Ein Start ist für 2027 beabsichtigt“, sagt sie.
„Das macht es für Interessierte noch attraktiver“
Positiv nimmt diesen Schritt Thomas Erhard, Vorsitzender der Justizwache-Gewerkschaft Tirol, auf: „Unserer Forderung wird endlich nachgekommen. Die Ausbildung in naher Zukunft in Tirol absolvieren zu können, macht es für Interessierte noch attraktiver. Eine Entlastung der aktuellen Situation ist in Sicht.“
Seit Jahren kämpft, wie ebenfalls berichtet, die Justizanstalt Innsbruck – so wie viele andere Haftanstalten auch – mit einem eklatanten Personalmangel und herausfordernden Arbeitsbedingungen.
Das ist nun ein wichtiges Signal. Ich stehe klar hinter den Justizwachebeamtinnen und -beamten sowie ihrer Forderung nach Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

LH Anton Mattle (ÖVP)
Bild: Christof Birbaumer
„Es ist gut, wenn Tirol in Wien gehört wird“
Auch LH Anton Mattle (ÖVP) zeigt sich erfreut ob dieser Entwicklung. „Es ist gut, wenn Tirol in Wien gehört wird. Ich stehe ganz klar hinter den Justizwachebeamtinnen und -beamten sowie ihrer Forderung nach Verbesserung der Arbeits- und Rahmenbedingungen“, betont er im „Krone“-Gespräch, „gemeinsam mit Thomas Erhard habe ich mich deshalb an die zuständige Justizministerin Anna Sporrer gewandt. Dass nun an einem eigenen Ausbildungslehrgang in Tirol gearbeitet wird, ist ein wichtiges Signal“.
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