Der altgediente ÖVP-Politiker Heribert Steinbauer ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Der gebürtige Wiener war Generalsekretär der Volkspartei und leitete auch den Bundespräsidentschafts-Wahlkampf für Kurt Waldheim im Jahr 1986.
Betroffen über den Tod zeigte sich ÖVP-Klubobmann Ernst Gödl. Er würdigte in einer Aussendung am Donnerstag die Verdienste Steinbauers für die ÖVP, die dieser „über Jahrzehnte hinweg maßgeblich mitgestaltet“ habe.
„Erfahrener politischer Gestalter“
„Mit Heribert Steinbauer verlieren wir einen überzeugten Christdemokraten, einen erfahrenen politischen Gestalter intellektueller Prägung und einen Menschen, der die Österreichische Volkspartei über Jahrzehnte hinweg maßgeblich mitgestaltet hat“, so Gödl.
Leitete mehrere Wahlkampagnen
Steinbauer war von 1967 bis 1970 Generalsekretär sowie bis 1979 Leiter der Abteilung Politik der ÖVP-Bundespartei. Von 1975 bis 1994 gehörte er dem Nationalrat an und war auch Mediensprecher seiner Fraktion. Er leitete nicht nur die Kampagne für Waldheim, sondern auch den Wahlkampf für die Bundespräsidentschaft 1974. Zudem leitete er mehrere Wahlkämpfe für den Nationalrat.
Der spätere Verleger – er betrieb die „Edition Steinbauer“ – war auch von 1970 bis 1975 stellvertretender Generalsekretär des ORF sowie später Mitglied des ORF-Kuratoriums.
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