Interessante Einblicke in die Entwicklung der Bevölkerung und des Arbeitsmarktes im Burgenland geben die Aufzeichnungen des Österreichischen Integrationsfonds.
Woher kommen die Menschen zwischen Eisenstadt und Bregenz, die nicht aus Österreich stammen? Gehen sie einer Arbeit nach? Wie viel verdienen die Betroffenen? Solchen Fragen geht der Integrationsfonds bundesweit nach.
Drei Prozent mehr Ausländer
Laut den jüngsten veröffentlichten Zahlen lebten Anfang des Jahres knapp 41.900 Menschen im Burgenland, die ihren Geburtsort im Ausland haben. Das entspricht 13,9 Prozent der Gesamtbevölkerung. Damit nahm der Anteil anderer Nationen innerhalb der burgenländischen Gesellschaft seit 2016 um drei Prozent zu.
Im Bundesländervergleich hat das Burgenland den geringsten Anteil an Einwohnern mit ausländischen Wurzeln. Spitzenreiter ist Wien mit mehr als 41 Prozent. In Eisenstadt und Umgebung sind es immerhin 23 Prozent. Das Nationen-Ranking im Burgenland führt Ungarn deutlich vor Deutschland und der Slowakei an. Syrien ist erst auf Rang 13 zu finden, knapp vor der Schweiz.
Arbeitslosenquote gering
In Grenzen hält sich die Arbeitslosenquote unter Ausländern im Burgenland. 5,4 Prozent sind österreichweit der niedrigste Wert, der klar unter dem rot-weiß-roten Schnitt von elf Prozent liegt. Im Vergleich dazu: Die Arbeitslosenquote der Österreicher im Burgenland betrug im vergangenen Jahr 7,7 Prozent. Gegenüber 2024 ist das ein geringfügiger Anstieg um 0,3 Prozentpunkte.
Auffallendes Detail am Rande: „Das Burgenland war 2025 das einzige Bundesland, in dem die Arbeitslosenquote der Inländer höher war als jene der Ausländer“, heißt es im Büro des Integrationsfonds in Wien.
Unterschiede beim Einkommen
Deutlich fällt der Unterschied bei den Gehältern aus. Der aktuell bewerteten Statistik zufolge lag das mittlere Nettojahreseinkommen der ganzjährig unselbstständig Erwerbstätigen im Burgenland von Jänner bis Dezember 2024 bei 35.500 Euro – das entspricht einem beachtlichen Plus von 11.800 Euro seit 2014. Österreicher verdienten demnach zuletzt durchschnittlich 36.300 Euro pro Kopf und somit 12.200 Euro mehr als noch zehn Jahre zuvor.
Das Einkommen von Ausländern betrug 2024 hingegen 28.500 Euro netto. „Der Anstieg der Einkünfte seit 2014 macht im Fall des ausländischen Firmenpersonals rund 10.300 Euro aus“, wird der Vollständigkeit halber angemerkt. Unter dem Strich stehen laut Rechnung des Integrationsfonds ausländischen Staatsangehörigen im Burgenland nur 78,3 Prozent des Einkommens von Österreichern zur Verfügung.
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