Brandstiftung vermutet
Hitler-Berghof am Obersalzberg steht in Flammen
Im Kehlsteinhaus, einem früheren Repräsentationsgebäude von Adolf Hitler, im Berchtesgadener Land in Bayern, ist am Freitagabend ein Feuer ausgebrochen. Es besteht der Verdacht auf Brandstiftung – ein mutmaßlicher Täter wurde bereits festgenommen.
Kurz nach 21 Uhr wurde Alarm gegeben, dass ein Brand im Kehlsteinhaus beobachtet wurde. Das Gebäude stand im Vollbrand, die Feuerwehr rückte zu einem Großeinsatz aus. „Es besteht der Verdacht auf Brandstiftung“, erklärte die Polizei gegenüber „Bild“.
Motorradfahrer kam Einsatzkräften entgegen
Als sich Polizeibeamte zum Einsatzort begaben, kam ihnen ein Motorradfahrer entgegen. Der Lenker wurde aufgehalten und festgenommen. Ob der Mann etwas mit dem Brand zu tun hat, ist derzeit Gegenstand von Ermittlungen.
Es war in der Nacht unklar, ob das historische Gebäude gerettet werden kann. Verletzte soll es keine geben – die Behörden gehen davon aus, dass sich zum Brandzeitpunkt keine Personen in dem aktuell als Gaststätte genutzten Ort befunden haben.
Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig. „Man kann nur mit schwerem Atemschutz in das Gebäude hinein“, erklärte Polizeisprecherin Lisa Maier laut „Frankfurter Allgemeine“. Rund 150 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen.
Das Gebäude auf 1834 Metern Höhe unweit der österreichischen Grenze ist seit 1952 ein Berggasthof. Es wurde 1938 fertiggestellt und von den Nazis als Repräsentationsbau genutzt – es war Teil des Führersperrgebietes Obersalzberg. Es befand sich in einem abgeriegelten und für die Öffentlichkeit gesperrten Wohn- und Regierungsareal der nationalsozialistischen Führung. Eine Ausstellung dort widmet sich der Geschichte des Gebäudes.

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