Die Burgenland Energie startet ein neues Bürgerbeteiligungsmodfell für 31 Gemeinden. Wer in laufende Projekte investiert, erhält dafür jährlich drei Prozent Vergütung.
Einen Bruchteil eines Windrads oder eines Solarparks kann man jetzt über ein neues Bürgerbeteiligungsmodell der Burgenland Energie besitzen. In 31 Gemeinden, in denen aktuell Windkraft- oder PV-Anlagen des Energiekonzerns im Entstehen sind, können die Bürger in dieselben investieren.
Fünf Jahre Laufzeit
Drei Pakete werden angeboten: 500 Euro, 2500 Euro und 5000 Euro. Bis zu zehn Pakete sind pro Person möglich. Drei Prozent der investierten Summe gibt es als jährliche Vergütung, die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Dann wird der Kaufpreis wieder zurückgezahlt. Das Risiko ist quasi null. Betrieb, Wartung und Versicherung der Anlagen übernimmt die Burgenland Energie. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Volljährige, die in einer der 31 Gemeinden wohnen (Infos: www.burgenlandenergie.at/bbt2026).
Ab Februar 2027
Die Laufzeit startet am 1. Februar 2027. Vertragspartner ist eine Tochter des Energieversorgers. „Bereits mit 500 Euro erhält man eine Beteiligung an zwei PV-Paneelen und einen Windparkanteil der Burgenland Energie“, sagt Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.
Zu 75 Prozent energieunabhängig
Mit der Investition unterstützt man zudem den laufenden Ausbau der erneuerbaren Energie im Burgenland. Bekanntermaßen hat sich das Land das Ziel gesetzt, in etwas mehr als drei Jahren – genau genommen 2030 – energieunabhängig zu sein. Ein bisschen fehlt dazu noch: In den letzten fünf Jahren habe man die Energieunabhängigkeit auf 75 Prozent erhöhen können, erklärt Sharma. Das sei einzigartig in Österreich.
Breite Zustimmung für Ausbau
Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Strategieanalysen (ISA) gibt es breite Unterstützung für mehr Windräder sowie für PV-Anlagen auf den Dächern. „Wind und Sonne sind unsere eigenen Energiequellen. Je mehr wir davon im Burgenland nutzen, desto unabhängiger werden wir von Energieimporten. Dass die Menschen diesen Weg mittragen und jetzt auch direkt davon profitieren können, ist ein wichtiger Teil unseres burgenländischen Modells“, sagt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ).
Großteil der Gemeinden geht leer aus
Kritik an dem Bürgerbeteiligungsmodell kommt von ÖVP-Chef Christoph Zarits: „Das Burgenland hat 171 Gemeinden, aber nur in 31 Gemeinden dürfen die Menschen von diesem Angebot profitieren. 140 Gemeinden bleiben außen vor.“ Er fordert eine Öffnung für alle Burgenländer.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.