ÖVP Sigleß will, dass die Bevölkerung bestimmt, ob das Bad saniert oder zugesperrt wird. Doch noch weiß man nicht, wie aufwendig sie Sanierung sein wird.
Stolze 40 Jahre alt wird das Freibad in Sigleß im kommenden Jahr. Und just zum Jubiläum stellt sich die Frage, wie und ob es mit der Freizeitoase weitergehen soll. Wie berichtet, gab es bereits im Sommer eine hitzige Diskussion unter den Parteien, nachdem es zu einem verfrühten Saisonende gekommen war. Man kämpfe mit hohen Wasserverlusten, erklärt Bürgermeisterin Ulrike Kitzinger (SPÖ).
„Gröbere Generalsanierung“
Rohre, Dichtungen, Folie und vieles mehr müssten erneuert werden. Es sei eine „gröbere Generalsanierung“ notwendig, meint die Ortschefin. Billig wird diese nicht. Die ÖVP fordert daher jetzt, dass die Bürger entscheiden sollen, ob die Gemeinde Geld in die Erneuerung des beliebten Treffpunkts stecken soll oder ob für immer Badeschluss ist. SPÖ und ÖVP sollen davor ein Sanierungskonzept für das Freibad erarbeiten. „Wir, die Volkspartei Sigleß, bekennen uns zum Freibad in Sigleß und sehen darin einen wichtigen sozialen Treffpunkt“, wird betont.
Ja zur Volksbefragung, aber...
Kitzinger befürwortet den Vorschlag. Sie habe sogar schon eine vorgefertigte Fragestellung zu diesem Thema in der Schublade, meint sie. Was sie hingegen verwundert, ist der Zeitpunkt der Forderung. Denn weder gebe es ein fertiges Sanierungskonzept, noch würden die genauen Kosten feststehen. Ein Bürgerentscheid habe aber nur dann Sinn, wenn die Zahlen und Fakten vorliegen, sagt die Bürgermeisterin. Sie rechnet damit, dass dies erst Ende Dezember der Fall sein wird. Zumal es vor der Volksbefragung noch eine Bürgerversammlung brauche, um die Konzepte zu präsentieren.
Freibad als Wahlkampfthema?
Ihre Sorge ist nun, dass das Freibad zum Wahlkampfthema für die nächstes Jahr anstehende Gemeinderatswahl werden könnte. „Dafür ist das Freibad allerdings viel zu wichtig“, so Kitzinger. Bislang seien noch keine konkreten Vorschläge von der ÖVP für die Sanierung oder Finanzierung gekommen, ergänzt SPÖ-Ortsparteivorsitzender Josef Jagschitz.
Eine Volksbefragung ist übrigens rechtlich nicht bindend, eine Volksabstimmung schon.
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