Die Missbrauchsvorwürfe gegen ihren Vater Thomas Markle Sr. überschatten die Rückkehr von Herzogin Meghan und Prinz Harry in ihre alte Heimat Großbritannien. Wie britische Medien nun berichteten, soll das Herzogspaar nun mit ihren Kindern das Land verlassen haben.
„Sie ist wirklich, wirklich erschüttert“, erklärte ein Freund von Meghan dem „Hello!“-Magazin, wie es der Herzogin von Sussex nach den schweren Vorwürfen gegen ihren Vater gerade gehe. Daher hätten die 45-Jährige und ihr Ehemann Prinz Harry beschlossen, gemeinam mit den Kindern Archie (7) und Lilibet (5) eine Auszeit zu nehmen, heißt es weiter.
Sussexes ziehen sich „kurzzeitig“ zurück
Das Paar sei mit seinen Kindern „für einen kurzen Urlaub“ ins Ausland gejettet, um sich „mit engen Freunden“ zurückzuziehen, wie das Promi-Magazin Bezug nehmend auf die anonyme Quelle weiter berichtete. Es handle sich um eine Destination „in Übersee“, heißt es. Wohin die Sussexes gereist sind, das wurde allerdings nicht bekannt.
Dafür verriet die der Herzogin nahestehende Quelle, wie sehr die Schlagzeilen der letzten Tage die 45-Jährige aufgewühlt hätten. „Sie schaut Lili immer wieder an, hat Tränen in den Augen und denkt an all die Kinder, die mutmaßlichen Opfer. Sie hat selbst kleine Kinder. Es ist einfach niederschmetternd.“
Meghan „völlig am Boden zerstört“
Rückhalt findet Meghan gerade nicht nur bei ihrem Ehemann Prinz Harry, sondern auch bei ihren Freunden. Diese würden sie täglich anrufen, „um zu hören, wie es ihr geht“, heißt es weiter. „Es ist für sie einfach eine emotionale Achterbahnfahrt“, fuhr der Freund fort. „Sie ist völlig am Boden zerstört.“
Dabei hätte Meghan laut des Freundes „schon vor einiger Zeit“ – also noch vor den Vorwürfen gegen ihren Vater – beschlossen, „sich von den Medien zurückziehen und nichts mehr verfolgen werde – um ihrer mentalen Gesundheit willen“.
Missbrauchsvorwürfe gegen Markle Sr.
Herzogin Meghans Vater soll in seinem früheren Haus auf den Philippinen eine große Menge an Material mit Missbrauchsdarstellungen von Kindern zurückgelassen haben, wie die „Sun“ unter Berufung auf dessen Sohn Thomas Markle Jr. am Freitag berichtet hatte. Markle Sr., der inzwischen wieder in den USA lebt, bestreitet die Vorwürfe.
Meghan hatte sich in einem Statement am Freitag „zutiefst bestürzt“ von den Berichten gezeigt und selbst angegeben, bereits vor Jahren von britischen Sicherheitsbehörden über „verstörende Vorwürfe“ gegen ihren Vater informiert worden zu sein.
Meghan konfrontierte Vater mit Vorwürfen
Wie am Wochenende zudem herauskam, hatte Meghan im letzten Jahr den Kontakt zu ihrem Vater komplett abgebrochen und dabei die Missbrauchsvorwürfe gegen den 82-Jährigen als Grund angegeben. Sie habe Thomas Markle in einem Brief zudem zu verstehen gegeben, dass er seine beiden Enkelkinder Archie (7) und Lilibet (5) niemals kennenlernen werde.
Der Brief soll Thomas Markle demnach im Krankenhaus auf den Philippinen erreicht haben, wo er sich wegen einer Beinamputation aufhielt. Meghan soll ihrem Vater darin auch mitgeteilt haben, dass die Behörden über die Missbrauchsvorwürfe unterrichtet seien.
Ermittlungen sind im Gange
Das philippinische Justizministerium bestätigte der dpa eine Anzeige gegen den 82-Jährigen. Zuständig sei eine Taskforce gegen Menschenhandel und sexuellen Kindesmissbrauch im Internet.
Die US-Bundespolizei FBI teilte mit, man habe Kenntnis von den Vorwürfen und werde die philippinischen Behörden gegebenenfalls unterstützen. Untersucht würden zudem alle damit zusammenhängenden Vorwürfe, die Verstöße gegen US-Bundesgesetze beträfen.
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