Sanierungen als Streitthema: Die SPÖ wehrt sich jetzt gegen heftige ÖVP-Kritik. Es gäbe außerdem mehrere andere Freibäder in der Umgebung.
Das Freibad in Sigleß hat nur noch bis Sonntag geöffnet. Wegen der Sanierung veralteter, undichter Leitungen unter dem Becken wird, wie berichtet, die Saison früher beendet. Zu viel Wasser geht verloren. Die ÖVP kritisiert nun, dass „seit Jahrzehnten keine wirkungsvolle Investitionstätigkeit“ registriert worden sei. 2023 habe die Förderung von 21.898,42 Euro zurückbezahlt werden müssen, da die desolate Folie im Bad nicht erneuert worden sei.
ÖVP-Behauptungen seien „falsch“
Die Ursache für „diesen politischen Rundumschlag, der jeglicher sachlicher Grundlage entbehrt“, sieht die SPÖ in der Hitze des Sommers. Die ÖVP-Behauptungen, dass sich aufgrund des Wasserverbrauchs der vergangenen Jahre Rückschlüsse auf defekte Rohrleitungen ziehen ließen, sei schlichtweg falsch, stellt Bürgermeisterin Ulrike Kitzinger (SPÖ) klar. „Der Wasserverbrauch von 2023 bis 2026 mit durchschnittlich 4000 m³ lag im Normbereich“, sagt sie.
Um die Förderung von 21.898,42 € sei 2018 einstimmig angesucht worden, um sie eventuell in Anspruch zu nehmen. „Nur der Tausch der Folie wäre letztlich mit 120.000 Euro zu kostspielig gewesen, denn die Erneuerung der Rohrleitungen war damals noch kein Thema. So wurden 21.898,42 € zurückgezahlt“, erklärt Kitzinger.
Mehrere Freibäder in der Umgebung
Ebenso die Kritik wegen fehlender Investitionstätigkeiten sei unzulänglich, wie Rechnungen von bis zu 75.000 € belegen. Übrigens: Saisonkartenbesitzer aus Sigleß dürfen nicht nur kostenlos auf das Freibad in Schattendorf ausweichen, sondern auch auf die Bäder in Mattersburg, Pöttsching und Bad Sauerbrunn!
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