Seit September gilt für Mädchen bis zum 14. Lebensjahr ein Kopftuchverbot in allen öffentlichen und privaten Pflichtschulen. Im Burgenland gab es drei Meldungen seit Schulbeginn, die mittlerweile aber einvernehmlich geklärt sind.
Das Gesetz sorgte im Vorfeld für heftige Diskussionen. Im Burgenland kam es bei der Umsetzung nach Schulbeginn kaum zu Problemen, wie eine erste Zwischenbilanz zeigt. Laut Bildungsdirektor Alfred Lehner sind nur drei Fälle bekannt, bei denen Schülerinnen in den ersten Schultagen ein Kopftuch getragen haben. Mittlerweile ist mit den Betroffenen aber alles geklärt: „In zwei Fällen haben die Klassenlehrer mit der Schülerin gesprochen, beim anderen Fall die Direktion mit den Eltern“, schildert Lehner.
Die Verstöße dürften eher auf fehlende Information zurückführen sein, denn auf bewusste Haltung, meint der Bildungsdirektor. Danach sei das Kopftuch kein Thema mehr gewesen und das Verbot werde eingehalten. „Wir sind froh, dass das Regelwerk auf breite Akzeptanz stößt“, erklärt Lehner. Insgesamt besuchen 1104 Kinder mit islamischem Glaubensbekenntnis die allgemeinen Pflichtschulen im Burgenland, was einem Anteil von rund sechs Prozent an der Gesamtschülerzahl entspricht.
Zwei Schulen wollen sechsjährige Volksschule
Ein Zwischenergebnis gibt es auch bei einem anderen aktuellen Thema im Bildungsbereich: Zwei Schulen aus dem Burgenland haben ihr Interesse am Schulversuch zur sechsjährigen Volksschule bekundet. Entscheiden müsse nun das Ministerium, so Lehner.
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