Die Leser meiner Kolumne wissen es: Ich habe mich mehrmals und sehr klar für eine Art „Zukunftsdepot“ ausgesprochen. Wenn jetzt an dieser Idee da und dort Kritik geübt wird, so bleibt das Zukunftsdepot doch eine Art „Eisbrecher“ in der heimischen Geldszene.
Wir haben ein ordentliches Pensionssystem (gehört zu den besten – und teuersten – in Europa), es basiert darauf, dass jene Gelder, die von den Versicherten stammen, gleich für die Pensionszahlung verwendet werden. Was dann fehlt, wird aus dem Steuertopf zugeschossen. Und das ist immer mehr.
Das neue „Zukunftsdepot“ wird ab Mitte 2027 nicht die Welt revolutionieren. Aber es ist eine Art „Eisbrecher“ gegen Vorurteile. Denn vielfach gelten Wertpapiere für Linke als böse „Spekulation.“
Aha, aber wenn die Österreicher weiterhin eifrig nur aufs Sparbuch einzahlen, so erleiden sie einen Inflationsverlust von über sechs Milliarden im Jahr. Denn das gleiche Geld, in Wertpapieren veranlagt, hätte eben viel mehr gebracht. Der Durchschnittsertrag in den letzten 25 Jahren an der Wiener Börse mit Aktien liegt bei 9,92 Prozent p.a. Der deutsche DAX-Index ist z.B. in dieser Zeit nur um 5,81 Prozent mehr wert geworden.
Das Zukunftsdepot ist eine Art „Eisbrecher“ für eine rentable und solide Veranlagung, es stärkt den Kapitalmarkt und damit die Unternehmen. Kapital ist nicht grundsätzlich „pfui“, aber es soll langfristig einen fairen Ertrag abwerfen!
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