Eingespartes WM-Geld

„Gibt Beschlüsse, an die sich alle halten müssen“

Salzburg
24.10.2026 06:00

Laut Salzburgs Ski-Boss Bartl Gensbichler soll das eingesparte Geld der WM 2025 in Saalbach bleiben. Dafür bekommt der Pinzgauer jetzt Gegenwind: nicht nur vom zuständigen Landesrat Martin Zauner, sondern auch von einigen Leuten aus der heimischen Wintersportszene. 

Was passiert mit dem Geld, das bei der Ski-WM in Saalbach eingespart wurde? Dieses Thema beschäftigt aktuell die Salzburger Wintersportszene. Wie die „Krone“ bereits berichtete, fließen ein bis zwei Millionen Euro der Einsparungen ins Landesbudget zurück. Bartl Gensbichler, „Mister WM“ und Präsident des heimischen Landesskiverbandes, ist aber der Meinung, dass das Geld in Saalbach bleiben solle.

Funktionäre von Ski-Boss-Aussage überrascht
Schließlich hätte man als Gastgeber-Ort gespart und würde somit bestraft. Gegen die Pläne von Landesrat Martin Zauner (FPÖ) werde man sich wehren. Der Politiker möchte einen Teil des Betrags in die dringend benötigte Sanierung der Bischofshofener Skisprungschanzen stecken.

Bartl Gensbichler im Zielraum am Fuße des Zwölferkogels im Rahmen der erfolgreichen ...
Bartl Gensbichler im Zielraum am Fuße des Zwölferkogels im Rahmen der erfolgreichen Weltmeisterschaft 2025.(Bild: Sepp Pail)

Das sorgt nicht nur bei Manfred Schützenhofer, Präsident des Skiclubs Bischofshofen, für Unmut, sondern überrascht weitere Funktionäre im Land. Walter Alber, Obmann des rein alpinen SK Hallein, meint: „Dieses Geld gehört in den Sport und den Nachwuchs gesteckt.“

Michael Gruber, Landestrainer im Verband und gleichzeitig Nordischer Referent beim SC Bischofshofen, findet klare Worte. „Bartl muss die Saalbach-Brille ab- und die Salzburg-Brille aufsetzen“, sagt der Olympiasieger von 2006. Gruber kündigte an, das Gespräch mit Ski-Boss Gensbichler zu suchen.

Für Kurt Fusch, den Obmann des WSV Bad Hofgastein, ist die Sache eindeutig: „Wenn öffentliche Gelder übrig bleiben, sollen sie auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Dann muss neu beurteilt werden, wer das Geld besonders brauchen kann.“

„Die Verwendung des Steuergelds ist vertraglich geregelt“
Für den zuständigen blauen Landesrat Zauner gibt es bei der Causa keine zwei Meinungen. Bezüglich Gensbichlers Forderung, die Einsparungen in Saalbach halten zu wollen, hält der 55-Jährige fest: „Die Verwendung des Steuergelds ist vertraglich geregelt. Es gibt klare Vereinbarungen und Beschlüsse, an die sich alle Beteiligten halten müssen“, betont der FPÖ-Politiker. Am Ende gehe es um Landesgeld, Spielraum gebe es da keinen. So sehe es übrigens auch der Rechnungshof.

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