Meist sind Männer in Machtpositionen. Einige Frauen mischen aber doch mit. Die „Krone“ hat mit ihnen über ihre Beweggründe gesprochen.
Anlässlich des internationalen Mädchentags beteiligte sich die Stadtgemeinde Neusiedl wieder am bundesweiten Projekt „Girls in Politics“ . Aber was bewegt Frauen in die Politik zu gehen?
„Wollte etwas verändern“
Neusiedls Bürgermeisterin Lisa Böhm: „Als berufstätige Frau habe ich gesehen, wo es Verbesserungen braucht – etwa bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ich wollte etwas verändern und habe Verantwortung übernommen.“ Sie ist überzeugt, dass gerade auf Gemeindeebene schnell sichtbar wird, was man bewirken kann.
Eine, die 1973 in Wien zur Politik kam, ist Hannelore Ursula Horak aus Gols. Nach Stationen beim ÖAAB in Wien und einem Umzug nach Gols wurde sie 1994 dort von der ÖVP gefragt, ob sie für den Gemeinderat kandidiert.
„Wir Frauen müssen mehr zusammenhalten“
Per Direktmandat wurde sie dann in denselben gewählt. Danach übernahm sie für zwei Perioden den Job der 1. Vizebürgermeisterin. Was ihr an der Politik gefiel? „Leuten zu helfen und ihnen Wissen zur Verfügung zu stellen, das sie vielleicht nicht haben.“ Schade findet sie aber bis heute, dass Frauen es nicht wirklich schaffen Netzwerke zu bilden. „Männer halten zusammen, wir nicht.“ Ihr Tipp an junge Frauen, die in die Politik wollen: Sehr viel Standvermögen, auf die eigene Wahrnehmung hören und konsequent die eigenen Ideen verfolgen.
Studium und Bezirksbüro
Kathi Egger aus Neudorf bei Parndorf schließlich ist seit 2024 bei der Sozialistischen Jugend – sie wurde vom damaligen Bezirks- und jetzigen Landesgeschäftsführer Fritz Radlspäck rekrutiert und ist mittlerweile Bezirksvorsitzende im Bezirk Neusiedl. Sie war als 17-Jährige 2024 im Wahlkampfteam für die Nationalratswahl, danach Jugendkandidatin bei der Landtagswahl und hat bis heute Spaß an der politischen Arbeit.
„Neben dem Studium arbeite ich im Bezirksbüro der SPÖ in Neusiedl, wo ich mich um Social Media und Büroarbeiten kümmere. Ich werde der Politik sicher noch eine Weile erhalten bleiben. Auf jeden Fall, solange es mir Spaß macht.“
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