Auch im fünften Duell in Folge mit Siezenheims 1b ging Bad Vigaun als Sieger vom Platz. Zum wiederholten Mal fiel der entscheidende Treffer in der Schlussphase. Während die Hausherren trotz Tabellenführung am Boden bleiben wollen, waren die Gäste bedient: „Ein Fluch scheint auf uns zu lasten.“
Am Sonntagnachmittag hatten sich viele der 150 Zuschauer in Bad Vigaun noch nicht hingesetzt, als die Gäste zum ersten Mal jubelten. Luca Reimer brachte Siezenheims 1b im Spitzenspiel der 2. Klasse Nord B nach etwas mehr als einer Minute per Schlenzer aus 20 Metern in Führung. „Das war ein Fehlstart für uns“, sagte Vigauns sportlicher Leiter Peter Schabhüttl nach der Partie, hatte dabei aber gut lachen. Zum bereits fünften Mal in Folge gingen die Heimischen als Sieger aus diesem Duell hervor.
„Es scheint ein Fluch auf uns zu lasten“
Erst führte ein Einwurf zu einem Elfmeter, den Ari Keyad (18.) verwandelte. Siezenheims Robert Matkic (55.) stellte die Führung für die Gäste zunächst wieder her. Doch Anil Aygün (75.) und Adnan Halilagic (89.) sorgten für den Dreier der Gastgeber. Zum dritten Mal en suite fiel der Vigauner Siegtreffer in der Schlussphase. Beim 2:1 im August war es die 94. Minute, im vergangenen Mai (1:0) war es die 90. Minute. „Es scheint ein Fluch auf uns zu lasten“, war Gäste-Trainer Christian Mitterbauer dementsprechend bedient.
Die Niederlage war für die Flachgauer gegen den befreundeten Verein doppelt bitter. „Das ist ein Gegner, gegen den es auch um den Aufstieg geht. Das ist brutal, aber ich kann meiner Mannschaft nicht viel vorwerfen“, sagte Mitterbauer. Das Meisterrennen will der Coach aber noch nicht abhaken: „Es sind noch 36 Punkte zu vergeben.“
„Wollen es aus eigener Kraft schaffen“
Apropos Aufstieg: Den haben die Vigauner als Tabellenerster jetzt fest im Visier. „Wir wollen es aus eigener Kraft schaffen“, sagte Sektionsleiter Schabhüttl. Obwohl nicht nur Platz eins reichen würde: Steht am Ende der Saison eine 1b auf dem obersten Rang, würde die beste Nicht-1b automatisch mit aufsteigen. In diesem Fall hat Vigaun bereits elf Punkte Vorsprung auf den ersten Konkurrenten Lieferinger SV. Diesen schlug man vor zwei Wochen mit 11:1. Schabhüttl: „Die Euphorie ist im ganzen Verein spürbar. Wir müssen aber am Boden bleiben.“
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