Glocken gießen, Silber schmieden, Wolle walken, Stoffe färben: In Österreichs traditionsreichen Familienbetrieben werden diese Fertigkeiten seit Generationen weitergegeben. Sie bewahren seit Jahrhunderten das Erbe ihrer Vorfahren. Wie halten die Menschen ihr Handwerk lebendig – und was geben sie an die Nächsten weiter?
Die glühende Bronze fließt in die Lehmform. Wenn die Glocke befreit und gestimmt ist, zeigt sich, wofür in der Glockengießerei Grassmayr monatelang gearbeitet wurde. Seit 1599 gießt die Innsbrucker Familie Grassmayr Glocken. Was von einer Generation an die nächste weitergegeben wird: der Wille, einem jahrhundertealten Handwerk immer neue Töne zu entlocken. Heute führen die Brüder Johannes und Peter das älteste handwerkliche Familienunternehmen Österreichs – in 14. Generation. Ihre Sehnsucht: „Die Stradivari unter den Glocken zu machen.“
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