Über dem Hurrikan „Simon“, der erst vor Kurzem vor der mexikanischen Pazifikküste tobte, hat ein Wettersatellit auffällige halbkreisförmige Wellen registriert, die weit oberhalb seines Wolkenwirbels sichtbar wurden.
In den frühen Morgenstunden des 11. Oktober erfasste ein Instrument namens Visible Infrared Imaging Radiometer Suite (kurz: VIIRS) an Bord des Satelliten NOAA-21 die Auswirkungen des Wirbelsturms, die bis in die obere Atmosphäre reichten.
Eine mit VIIRS gemachte Nachtaufnahme (Bild oben) zeigt atmosphärische Schwerkraftwellen, die vom Hurrikan ausgehen. Solche Wellen entstehen, wenn latente Wärme, die in der Nähe des Auges des tropischen Wirbelsturms freigesetzt wird, starke Konvektion antreibt und hohe Cumulonimbus-Wolken mit Aufwinden bildet, die Wellen in die Strato- und die Mesosphäre schicken können, berichtete die US-Raumfahrtbehörde am Mittwoch auf ihrer Website.
Wellen zeigen sich im Luftleuchten
Diese Wellen sind jedoch nicht immer beobachtbar. Winde in der oberen Atmosphäre können sie zerstreuen, bevor sie die Mesosphäre erreichen, wo sie als Wellen im Luftleuchten erscheinen – einem schwachen Licht, das von Gasen in diesen großen Höhen ausgestrahlt wird.
Das Tag-Nacht-Band von VIIRS ist empfindlich für Luftleuchten, erfasst aber auch reflektiertes Mondlicht, das dieses überlagern kann. In der Nacht, in der das Bild der rätselhaften Wellen, die sich bis in eine Höhe von rund 90 Kilometer Höhe ausbreiteten, aufgenommen wurde, habe die minimale Beleuchtung durch den Erdmond dazu beigetragen, dass das Luftleuchten deutlich hervortrat, so die NASA.
Hurrikan „Simon“ wütete vor der mexikanischen Pazifikküste (unter anderem in der Nähe des Bundesstaates Jalisco sowie vor den Küsten von Colima, Nayarit und Michoacán). Der Sturm zog parallel zur Küste in nordwestlicher Richtung, ohne schließlich direkt auf das Festland zu treffen.
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