Pendlerfrust steigt an

Landbauer fordert: „Schluss mit ÖBB-Bahnchaos“!

Niederösterreich
16.10.2026 11:05

Niederösterreichs Verkehrslandesrat Udo Landbauer reicht es jetzt. In einem offenen Brief an die ÖBB fordert er eine rasche Verbesserung. Denn gerade in den letzten Wochen und Monaten kam es durch Entgleisungen, Oberleitungsstörungen oder andere Schäden zu massiven Verspätungen für Niederösterreichs Pendler. 

„Nicht schon wieder“, oder: „Das kann doch nicht wahr sein“ – das sind noch die harmlosen und jugendfreien Kommentare, die Bahnfahrern entfleuchen, wenn wieder einmal ein Pendlerzug mitten auf der Strecke stehen bleibt oder am Bahnsteig Chris Lohner mit freundlicher Stimme verkündet: „Aufgrund eines Oberleitungsschadens fällt dieser Zug aus“.

Und auch Verkehrslandesrat Udo Landbauer reicht es jetzt. In einem offenen Brief wendet er sich nun direkt an die ÖBB-Holding und fordert, rasch eine umfassende Verbesserung der Betriebsqualität herzustellen. Denn vor allem in den letzten Wochen kam es wieder zu massiven Ausfällen durch Entgleisungen, Oberleitungsstörungen, Kabelbränden etc.

Pendler sind auf verlässlichen Anschluss angewiesen
Besonders bitte dabei: Wer seinen Anschluss verpasst, verliert oft wertvolle Zeit. „Gerade in Niederösterreich sind viele Pendler auf das Umsteigen zwischen Fernverkehr, Regionalzügen und Bussen angewiesen“, ärgert sich Landbauer. „In Knoten wie Wiener Neustadt, St. Pölten, Tullnerfeld, Leobersdorf, Pöchlarn und Amstetten führen selbst geringe Verspätungen regelmäßig dazu, dass Anschlusszüge nicht erreicht werden“.

Zitat Icon

Die Pendler erwarten sich, dass die Züge pünktlich fahren und die Anschlüsse funktionieren.

Verkehrslandesrat Udo Landbauer

Milliardenschwere Investitionen – und trotzdem geht viel schief
Er kritisiert in dem Brief auch, dass trotz milliardenschwerer Investitionen die Betriebsqualität für viele Fahrgäste unbefriedigend bleibt. Allein NÖ stellt 2026 rund 114 Millionen Euro für den Schienenverkehr bereit und beteiligt sich darüber hinaus mit jährlich rund 30 Millionen Euro an nahverkehrsrelevanten Infrastrukturmaßnahmen.

„Die ÖBB reden von ,schneller, öfter, besser‘ – die Pendler erwarten sich aber vor allem eines: dass die Bahn endlich wieder hält, was der Fahrplan verspricht, die Züge pünktlich fahren, Anschlüsse funktionieren und unsere Pendler verlässlich an ihr Ziel kommen“, so Landbauer abschließend.

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