Gefahr nicht gebannt

Hurrikan „Isaias“ wütet in den USA – vier Tote

Ausland
10.10.2026 22:39
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Hurrikan trifft die US-Küste, Bäume stürzen auf Häuser, Hunderttausende Haushalte verlieren den Strom. Mindestens vier Menschen sind nach dem Auftreffen des Wirbelsturms „Isaias“ ums Leben gekommen. Obwohl sich der Sturm inzwischen abgeschwächt hat, warnen die Behörden vor weiteren Gefahren. Auch die Energieversorgung der USA ist betroffen.

Der Hurrikan der Kategorie zwei erreichte am frühen Samstag den Bundesstaat Florida und schwächte sich anschließend zu einem Sturmtief ab. Am Samstagmittag waren nach Behördenangaben noch rund 670.000 Haushalte in Florida, Alabama, Georgia und Mississippi ohne Strom.

Zwei der Todesopfer kamen laut Medienberichten und Behördenangaben ums Leben, als umstürzende Bäume ihre Häuser trafen. Floridas Gouverneur Ron DeSantis erklärte, unmittelbar nach dem Eintreffen des Sturms habe es zunächst keine Notrufe für Rettungseinsätze gegeben. Das deute auf begrenzte Schäden hin. Zugleich warnte er vor anhaltenden Risiken. Das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) rechnete im Südosten der USA weiterhin mit Sturmfluten, Sturzfluten und möglichen Tornados.

Probleme mit Trinkwasser und Flugverkehr
In der Küstenstadt Pensacola in Florida gibt es nach Angaben des Bürgermeisters Probleme mit der Trinkwasserversorgung. Auch der Flughafen der Stadt wurde beschädigt. Er bleibt bis auf Weiteres für kommerzielle Flüge geschlossen.

Im Bezirk Houston County im Bundesstaat Alabama warnte der Katastrophenschutz vor gefährlichen Straßenverhältnissen. Umgestürzte Bäume und Stromleitungen stellen dort eine zusätzliche Gefahr dar.

Um Bundeshilfen zu ermöglichen, wurden Notstandserklärungen für Florida und Alabama gebilligt, wie Heimatschutzminister Markwayne Mullin mitteilte. US-Präsident Donald Trump hatte die Lage angesichts der Vorbereitungen auf den Wirbelsturm am Freitag noch als „unter Kontrolle“ bezeichnet.

Öl- und Gasförderung teilweise stillgelegt
Die Auswirkungen des Sturms reichen auch auf die Energieversorgung der USA. Im Golf von Mexiko waren am Samstag 69 Prozent der Ölförderung und 57 Prozent der Erdgasförderung stillgelegt. Nach Behördenangaben blieben 113 Förderplattformen und damit rund 30 Prozent der Anlagen evakuiert.

Um mögliche Lieferausfälle auszugleichen, gab das US-Energieministerium bis zu vier Millionen Barrel Rohöl aus der strategischen Erdölreserve frei. Ein Barrel entspricht rund 159 Litern. Unterdessen begannen die Energiekonzerne Shell und Chevron damit, wieder Personal auf ihre Förderplattformen zu schicken. Die Produktion soll schrittweise wieder hochgefahren werden.

„Isaias“ ist der erste Hurrikan der atlantischen Saison 2026. Zwar hat sich der Wirbelsturm bereits abgeschwächt, doch die Warnungen vor Überflutungen und weiteren Unwettern zeigen, dass die Gefahr in den betroffenen Regionen noch nicht gebannt ist.

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