Bewohner der Wiener Innenstadt kämpfen nicht nur mit Autoposern und nächtlichem Lärm. Jetzt sorgt auch die Parkplatznot für Ärger – und immer wieder fehlen plötzlich Schilder von Anrainerzonen.
Autoposer, Hupkonzerte, Baustellen – und jetzt auch noch Ärger ums Parken. Für viele Bewohner der Inneren Stadt wird der Alltag zunehmend zur Geduldsprobe.
Plötzlich weniger Anrainerparkplätze
Besonders brisant: In Online-Foren wird seit Monaten berichtet, dass mobile Verkehrszeichen bei Anrainerparkzonen plötzlich verschwinden. Fehlt ein Schild, kann die Zone nicht entsprechend kontrolliert werden. Ein Bewohner berichtet, solche Fälle bereits mehrfach beim Bezirk gemeldet zu haben. Gleichzeitig wächst der Verdacht, dass manche Bezirksgäste den Parkplatzmangel bei ihren City-Ausflügen kurzerhand selbst „lösen“ und Schilder verschwinden lassen. Belegt ist dieser Verdacht allerdings nicht.
Zahlreiche Beschwerden
Der Bezirk bestätigt gegenüber der „Krone“, dass es laufend Meldungen zu fehlenden Schildern und Halteverboten gebe. Solche Hinweise würden an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Gleichzeitig sei der Nutzungsdruck in der City enorm.
Kontingent beinahe ausgeschöpft
Die Magistratsabteilung 46 erklärt nun, das Kontingent an Anwohnerparkzonen sei in der Inneren Stadt als erstem Bezirk Wiens „nahezu zur Gänze ausgeschöpft“. Bei Baustellen würden solche Zonen regelmäßig verlegt und mit mobilen Verkehrszeichen gekennzeichnet.
Fehlen diese, werde die jeweilige Baufirma nach Kenntnis der Behörde „umgehend zur Wiederherstellung des bewilligten Zustandes aufgefordert“. Auch der Bezirk könne direkt einschreiten.
Für die Bewohner bleibt dennoch ein schaler Eindruck: Während Besucher in die dicht verbaute Innenstadt strömen, wird jeder freie Stellplatz zur Kampfzone. Und manchmal verschwindet offenbar gleich die ganze Parkzone mit dem Schild. Doch nachweisen müssen das die Bewohner selbst.
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