Wer ist Nidal Hasan?

Dieser Mann soll im Livestream erschossen werden

Außenpolitik
09.10.2026 11:56

Die US-Regierung hat angekündigt, einen Islamisten öffentlich erschießen lassen zu wollen. Donald Trumps Kriegsminister hält die Hinrichtung für die einzig gerechte Strafe für Nidal Hasan – und erfüllt damit wohl den letzten Wunsch des Massenmörders ...

„Ich bin besorgt (...), dass die Todesstrafe weiterhin dazu eingesetzt wird, Angst in der Bevölkerung zu schüren und abweichende Meinungen zu unterdrücken“, erklärte der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte Volker Türk Anfang August.

Islamist soll öffentlich erschossen werden
Der österreichische Jurist sprach dabei über das iranische Regime. Die Terror-Mullahs nutzen öffentliche Hinrichtungen zur Abschreckung. Tendenz stark steigend. Die USA nehmen sich daran jetzt ein Beispiel. Der verurteilte Massenmörder Nidal Hasan soll Anfang Dezember von einem Erschießungskommando in Texas gerichtet werdern – via Livestream.

Für Kriegsminister Pete Hegseth sei das ein sogenannter „No-Brainer“. Also völlig selbstverständlich. „Wir werden dafür sorgen, dass die Leute es sehen können. Dass es öffentlich ist. Weil die Menschen verstehen müssen, dass es ernsthafte Konsequenzen für solche Dinge gibt“, erklärte der umstrittene Pentagon-Chef dem US-Sender Real America‘s Voice freudig-erregt (siehe Tweet unten).

Eine öffentliche Hinrichtung hätte laut Hegseth zuletzt im Zweiten Weltkrieg stattgefunden. „Mir gefällt unsere Mentalität von damals irgendwie“, so der ehemalige Fox-News-Moderator. „Und das ist Gewinnen. Zu verstehen, dass man sich verteidigt, wenn der Feind attackiert.“

Symbolisch werde Hasan an jenem Ort erschossen, wo er selbst im Jahr 2009 den Abzug seiner halbautomatischen Pistole drückte: auf der Militärbasis Fort Hood. Der Amoklauf des Islamisten gilt als bisher schlimmster Zwischenfall auf einem Militärstützpunkt in den USA.

Hier soll Hasan erschossen werden.
Hier soll Hasan erschossen werden.(Bild: AP/Jay Janner)

13 Personen verloren ihr Leben, 32 wurden teils schwer verletzt. Das Massaker ereignete sich in einem Sanitätsgebäude der Basis, in dem der ehemalige Militär-Psychiater eingesetzt war. 

Hasan zeigte weder während seiner Gerichtsverhandlung noch danach Reue für seine Taten. Im Gegenteil: Wie aus öffentlichen Dokumenten der George Washington University (GWU) hervorgeht, betrachtete er seinen feigen Massenmord auch im Gefängnis als „gute Tat“. 

Seine Begründung dafür ist bemerkenswert. Der Ex-Offizier, der nach seiner Verurteilung an einer Studie der Universität teilnahm, wollte seine Mutter laut eigener Aussage vor dem ewigen Höllenfeuer bewahren.

Tod der Mutter stürzte Hasan in den Wahn
Seine Familie betrieb einen Lebensmittelladen, in dem jahrelang auch Alkohol über die Theke ging. Als seine Mutter 2001 an Krebs verstarb, entwickelte der strenggläubige Muslim panische Angstzustände. Nach seiner extremen Auslegung des Korans würde sie wegen des Alkoholverkaufs unweigerlich „für alle Ewigkeit brennen“. Seine fanatische Überzeugung: Durch eine drastische Aktion im Namen Allahs ließe sich ihre Seele retten. 

Das Bild einer Überwachungskamera zeigt Hasan am Tag des Attentats.
Das Bild einer Überwachungskamera zeigt Hasan am Tag des Attentats.(Bild: AFP/-)

Über die Jahre radikalisierte er sich immer weiter, Warnzeichen gab es laut Experten viele. Alle wurden übersehen. Hasan stand wenige Wochen vor einer Entsendung nach Afghanistan, als er am frühen Nachmittag des 5. November 2009 das Feuer auf unbewaffnete Kameraden eröffnete. 

Die Einberufung zum Auslandseinsatz habe er als „Zeichen Gottes“ verstanden, tatsächlich zur Tat zu schreiten. Der ausgebildete Psychater mit palästinensischen Wurzeln hatte nach eigenen Angaben auf seine Kameraden geschossen, weil diese zu diesem Zeitpunkt in Afghanistan in einem „illegalen Krieg“ gegen Muslime geführt hätten.

Märtyrertum per Livestream
In Haft fastete er für jedes Opfer, um zu sühnen, falls er sich „geirrt habe“ und im Jenseits bestraft würde, erklärte Studienautorin Katharine Poppe. Das sei jedoch nicht mit echter Reue gleichzusetzen und nur als „Absicherung“ zu verstehen. Hegseth erklärte breitbeinig, dass ihn Hasans letzte Wünsche nicht interessieren würden und gibt ihm jetzt dennoch das, wonach sich der Islamist wohl am meisten sehnt: Märtyrertum. Per Livestream. 

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