Lungenkrebs-Diagnose

Ärzte von Papst Leo: Heilung verläuft nach Plan

Ausland
14.10.2026 16:46
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die behandelnden Ärzte von Papst Leo XIV. meldeten am Mittwoch gute Neuigkeiten: Nach einer eineinhalbstündigen Operationen verläuft die Genesung des Pontifex nach Plan. Eine Rückkehr zum normalen Alltag soll laut Fachärzten möglich sein – ein Lichtblick nach der Diagnose eines bösartigen Lungentumors.

Nach dem 90-Minuten-Eingriff zur Entfernung eines Lungentumors am Dienstag verläuft die Genesung des Papstes nach Plan. Leo XIV. habe am Mittwoch die vorgesehenen Blutuntersuchungen und eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs absolviert.

„Regulärer Heilungsverlauf“
Die Ergebnisse bestätigten einen regulären Heilungsverlauf, teilten Leos Leibarzt Luigi Carbone und Professor Stefano Margaritora in einer Mitteilung zum postoperativen Verlauf mit. Die beiden Ärzte hatten den Papst am Dienstag operiert.

Die Infografik zeigt die wichtigsten Stationen im Leben von Papst Leo XIV., Robert Francis Prevost, mit einer Zeitleiste von 1955 bis 2026 und einer Karte mit Orten in den USA und Peru. Zentrale Ereignisse sind die Priesterweihe 1982, die Leitung in Trujillo von 1988 bis 1998, die Ernennung zum Bischof von Chiclayo 2015, die Wahl zum Papst im Mai 2025 und ein Lehrschreiben über Künstliche Intelligenz 2026. Quelle: APA.

Ärzte: Rückkehr zum normalen Alltag möglich
Bei dem Eingriff in der römischen Polikinik Agostino Gemelli bestätigte sich beim Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche ein Lungenadenokarzinom – das ist die häufigste Form bösartiger Lungentumoren. Wird es in einem frühen Stadium entdeckt, kann die Erkrankung allein durch eine Operation geheilt werden. Anschließend ist laut Fachärzten eine Rückkehr zum normalen Alltag möglich.

Adenokarzinom tritt häufiger bei Nichtrauchern auf
Das Adenokarzinom tritt häufiger bei Nichtrauchern wie Leo auf als bei Rauchern. Für diese Tumorart stehen inzwischen besonders viele neue Medikamente zur Verfügung. Die Entwicklung der Krankheit hängt vor allem davon ab, in welchem Stadium sie entdeckt wird. Der Papst hatte von einem Knoten gesprochen, der sich „in einem sehr frühen und klar begrenzten Stadium“ befinde.

OP erfolgte mittels videoassistierter Chirurgie
Die Lobektomie ist die bevorzugte Operationsmethode in frühen Krankheitsstadien. Dabei wird ein vollständiger Lungenlappen entfernt. Zusätzlich werden die Lymphknoten im Brustraum entfernt. Operiert wurde der Papst mit einer sogenannten videoassistierten Chirurgie (VATS/Video-Assisted Thoracic Surgery). Dabei handelt es sich um eine minimalinvasive Operationstechnik. Sie ermöglicht eine schnellere Erholung und verringert das Risiko von Komplikationen.

Weitere Behandlungen unklar
Noch unklar ist, ob sich der Papst jetzt einer Chemotherapie, einer Strahlentherapie oder einer anderen Behandlung unterziehen muss. Zunächst muss das vollständige Ergebnis der Gewebeuntersuchung abgewartet werden. Ob es Streuungen gab und wenn ja, in welchem Stadium, kann vorerst kein Mediziner mit Sicherheit sagen. Sollte sich im daraus resultierenden histologischen Befund herausstellen, dass die entfernten Lymphknoten vom Tumor befallen sind, wird geprüft, ob eine postoperative Behandlung erforderlich ist. 

Operation könnte womöglich ausreichen
Sind die Lymphknoten dagegen tumorfrei, könnte die am Dienstag durchgeführte Operation ausreichen. In diesem Fall seien die Heilungschancen sehr hoch, meinen Fachärzte. Bei Menschen, deren Lungenfunktion vor der Operation normal war, führt der Eingriff in der Regel nicht zu Einschränkungen, die die Lebensqualität beeinträchtigen.

Zahlreiche Menschen warteten am 13. Oktober vor der Klinik, in der Papst Leo XIV. operiert ...
Zahlreiche Menschen warteten am 13. Oktober vor der Klinik, in der Papst Leo XIV. operiert wurde.(Bild: AP/Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved)

Diagnose war „Blitz aus heiterem Himmel“
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin bezeichnete die Krebserkrankung des Papstes als „Blitz aus heiterem Himmel“. Er selbst gehörte zu den ganz wenigen im Vatikan, die der Papst im Voraus informierte, bevor er am Sonntagmittag seine Erkrankung selbst bekannt gab.

Bangen um geplante Südamerikareise des Papstes
Es werden auch bereits die ersten Spekulationen dazu laut, ob Papst Leo seine Südamerikareise wie geplant antreten kann. Schon jetzt gilt es als unwahrscheinlich, dass er die geplante Anzahl von 50 Auftritten und 36 Ansprachen in drei Ländern innerhalb von zwölf Tagen tatsächlich absolvieren kann. Weltweit beten Gläubige für die rasche Genesung des Pontifex.

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