Protest am Dienstag

Studenten-Demo sorgt für stundenlange Ring-Sperre

Wien
12.10.2026 13:27
Porträt von krone.at
Von krone.at

Verkehrschaos am Wiener Ring! Am Dienstag werden Studierende und Uni-Angehörige noch einmal für ein höheres Uni-Budget protestieren. Der Ring wird voraussichtlich ab 13 Uhr gesperrt sein. Wer mit dem Auto unterwegs ist, soll großräumig ausweichen, rät der ÖAMTC.

Tausende Demonstranten werden am Dienstag am Wiener Ring erwartet. Wer in die Stadt will, sollte die U-Bahn nehmen, so ein Sprecher des ÖAMTC. Mit dem Auto sollte man die Innenstadt meiden.

Proteste für Uni-Budget
Der Hintergrund der geplanten Proteste: Wegen der Zahlen im nächsten Doppelbudget der Bundesregierung für 2027/28 befürchtet die uniko Einsparungen von rund einer Milliarde Euro in den Uni-Leistungsvereinbarungen für 2028 bis 2030. Nach Protesten wurde die Entscheidung über das nächste Dreijahresbudget vertagt.

Summe soll bis Ende Oktober fixiert sein
Die tatsächliche Summe sollte laut Wissenschaftsministerin Eva Maria Holzleitner (SPÖ) bei einer Regierungsklausur Mitte Oktober fixiert werden, als Termin hat sie zuletzt den 16. oder 17. Oktober genannt. Im Bundeskanzleramt ist man unterdessen weiter bemüht, die Erwartungen herunterzuschrauben. Es gebe Ende der Woche nur ein Treffen der Regierungsspitze, wie es regelmäßig stattfindet, und die Uni-Finanzierung werde dort auch nicht das Hauptthema sein. Bis Ende Oktober muss die Summe jedenfalls laut Gesetz fixiert sein.

„Kürzungs-Glücksrad“ statt klassische Demo
Bei der ÖH befürchtet man starke Einsparungen mit konkreten Auswirkungen wie der Streichung von Lehrveranstaltungen, überfüllten Hörsälen und schlechterer Infrastruktur. Mit der „Ringvorlesung“ zwischen Parlament und Universitätsring soll am Dienstag gegen Einsparungen an den Unis protestiert werden. Konkret geplant sind neben politischen Reden auf der „Vorlesungsbühne“ und im Speaker‘s Corner auch „Aktionsstationen“ wie ein „Kürzungs-Glücksrad“, eine „Budgetloch-Kegelbahn“ und „Uni-Jenga“. Damit soll vor allem „Laufkundschaft“ angesprochen werden.

19 Unis an Protesten beteiligt
Eine Demo im herkömmlichen Sinn wird es diesmal nicht geben, Demozüge von den einzelnen Unis sind trotzdem geplant. Insgesamt sind laut ÖH diesmal 19 der 22 öffentlichen Unis am Protest beteiligt, diverse Standorte geben den Studierenden auch für die „Ringvorlesung“ frei oder haben die Aktion beworben.

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