Fr, 14. Dezember 2018

Kein "tolles Jahr"

29.12.2014 14:18

Facebook-Jahresrückblick zeigte tote Tochter

"Es war ein tolles Jahr. Danke, dass du ein Teil davon warst." Mit diesen Worten präsentiert Facebook seinen Nutzern dieser Tage automatisch generierte Jahresrückblicke, in denen die 2014 am häufigsten kommentierten und mit "Gefällt mir" versehenen Postings angezeigt werden. Dass das gravierend schiefgehen kann, zeigt ein Fall aus den USA: Dort hat Facebook den Jahresrückblick eines Mannes mit dem Bild seiner heuer verstorbenen Tochter eingeläutet.

Er sei sich natürlich bewusst, dass es sich um keine "bewusste Beleidigung" Facebooks handle, trotzdem thematisiert der US-Amerikaner Eric Meyer Facebooks Jahresrückblick in seinem Blog. Unter dem Titel "Unbeabsichtigte algorithmische Grausamkeit" berichtet er dort von seinem persönlichen Facebook-Jahresrückblick, den das soziale Netzwerk mit dem Foto von Meyers verstorbener Tochter eröffnet.

Sechsjährige Tochter starb an Hirntumor
Die Sechsjährige starb ausgerechnet an ihrem Geburtstag an einem Hirntumor. "Ja, mein Jahr hat wirklich so ausgesehen. Allzu wahr. Mein Jahr sah aus wie das nun abwesende Gesicht meines kleinen Mädchens. Es war trotzdem unfreundlich, mich so gewaltsam daran zu erinnern", beklagt Meyer.

Auch wenn es keine Absicht war, dass Facebook Meyers Jahresrückblick mit dem Gesicht seiner Tochter eröffnete, rät er dem Netzwerk trotzdem zu mehr Feingefühl. Den Jahresrückblick mit "Es war ein tolles Jahr" zu eröffnen, stoße viele Menschen, für die es eben kein tolles Jahr war, vor den Kopf.

"Jene von uns, die den Tod eines geliebten Menschen durchleben, lange Zeit im Krankenhaus verbringen, einen Jobverlust beklagen oder durch andere Krisen gehen mussten, möchten vielleicht nicht noch einmal auf das vergangene Jahr zurückschauen", mahnt Meyer.

Facebook-Manager entschuldigte sich
In den sozialen Medien hat Meyers Blogeintrag viel Resonanz verursacht. So viel, dass sich Facebook mittlerweile bei ihm entschuldigt hat. Wie "WinFuture" berichtet, habe Facebooks für die Jahresrückblicke zuständiger Produktmanager Jonathan Gheller auf Meyers Blogeintrag reagiert und sich persönlich entschuldigt.

Es tue ihm sehr leid, so Gheller, dass die Anwendung Kummer verursacht habe und man denke darüber nach, die Funktion künftig zu verbessern. Die Vorschläge, die Meyer in seinem Blogeintrag nennt, werde man in Erwägung ziehen.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Kühbauer, Schwab & Co.
„Bekomme Geldstrafe“ - Rapid jubelt über Aufstieg
Fußball International
Europa League
2:1 bei Celtic! Salzburg beendet Gruppe makellos
Fußball International
Europa League
Leipzig trotz Schützenhilfe von Salzburg draußen!
Fußball International
Jubel nach Aufstieg
Kühbauer: „Allerschönster Tag als Rapid-Trainer“
Fußball International
EL-Erfolgslauf
6. Sieg! Hütter schreibt mit Frankfurt Geschichte
Fußball International
„Gelbwesten“-Streit:
Misstrauensantrag gegen Macron gescheitert
Welt
Rangers bezwungen
Europa-League-Hammer! Auch Rapid in K.-o.-Phase
Fußball International
Kuriose Insolvenz
Niederösterreichische Moschee in Konkurs
Österreich
Europa League
Rapid gegen Rangers: Fan-Randale vor dem Stadion
Fußball International
Infantino-Plan
WM 2022: Spiele auch in Katars Nachbarländern?
Fußball International
Nach Copa-Finale
Drama: Junger River-Fan von Boca-Anhängern getötet
Fußball International
Mögliche Verstärkungen
„Interessante Namen“ - Bayern auf Transferjagd
Fußball International
Schock bei Adventfeier
Als Harnik-Klub feierte, brachen Diebe Autos auf
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.