Österreicher, die ihren Stromverbrauch in bestimmte Stunden des Tages verlagern, sollen bald auch im Winter die „Chance auf Einsparung haben“, sagt E-Control-Chef Michael Strebl. Allerdings: Wenn jemand „sehr viele Spitzen produziert, wird er einen fairen Beitrag leisten müssen.“
Schon jetzt gibt es den sogenannten Sommer-Nieder-Arbeitspreis (SNAP). Weil im Sommer besonders viel Strom produziert wird, sind dadurch untertags die Netzkosten geringer. Jetzt arbeitet die E-Control am Gegenstück: dem Winter-Nieder-Arbeitspreis (WiNAP). Wer dann in der Nacht Strom verbraucht, erhält einen Rabatt auf die Netzgebühren.
Die Idee ist: Wenn sich ein Haushalt „netzdienlich verhält, sind die Chancen für eine Einsparung da.“ Wie viel Geld die Österreicher dadurch sparen können, könne man jetzt aber noch nicht sagen, meint Strebl. Und er betont, dass umgekehrt für einen Haushalt gelte: „Wenn er sehr viele Spitzen produziert, wird er einen fairen Beitrag leisten müssen.“ Große Spitzen im Stromverbrauch gibt es zum Beispiel, wenn jemand sein E-Auto lädt oder eine Sauna aufheizt.
Mehr Strom im Netz
Der E-Control-Chef betont, dass die Strommengen, die durch das Netz fließen, steigen müssen. Denn dadurch werden die Kosten für die Konsumenten im Verhältnis niedriger. Strebl fordert deswegen, dass E-Mobilität und Heizen mit Strom – etwa Wärmepumpen – gefördert werden müssen.
Abseits der Netzkosten empfiehlt Strebl den Kunden, auf Tarife mit fixen Strompreisen zu wechseln, um die Stromrechnung möglichst gering zu halten. „Der beste Zeitpunkt, einen Fixpreisvertrag abzuschließen, wäre eigentlich gestern gewesen“, sagt er – das gelte auch für Gas. Denn die Preise bewegen sich in den kommenden Monaten wohl eher nach oben als nach unten.
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