Neun von zehn Haushalten haben im Vorjahr einen neuen Energieliefervertrag mit Wechselbonus abgeschlossen. Nach Ablauf der einjährigen Bindung fällt der Bonus weg – und damit droht ein Kostenanstieg von bis zu 500 Euro. Ein Blick in den Vertrag lohnt sich daher jetzt besonders.
Österreichs Haushalte gehen bei Strom, Gas & Co. mehrheitlich auf Nummer sicher. Im Vorjahr wurden fast 90 Prozent der Neuverträge mit Wechselbonus und Bindung abgeschlossen. Bis Anfang 2027 laufen jedoch über 190.000 dieser Vereinbarungen aus – eine Kostenexplosion droht. Im Durchschnitt betrug der jetzt auslaufende (Wechsel-)Bonus nämlich bei Strom 464 Euro, bei Erdgas sogar 617 Euro, errechnete das Online-Vergleichsportal Durchblicker.
Verträge nach einem Jahr unbedingt überprüfen
Wer also im Vorjahr oder Anfang 2026 einen Fixtarif mit Rabatt abgeschlossen hat, sollte unbedingt darauf achten, rechtzeitig auf ein neues Angebot zu wechseln. „Viele Haushalte erinnern sich vor allem an den günstigen Tarifabschluss und bemerken erst spät, dass derselbe Vertrag im zweiten Jahr plötzlich deutlich teurer ist“, betont Stefan Spiegelhofer, Energieexperte von Durchblicker.
Viele Haushalte erinnern sich vor allem an den günstigen Tarifabschluss und bemerken erst spät, dass derselbe Vertrag im zweiten Jahr deutlich teurer ist.

Stefan Spiegelhofer, Energieexperte von Durchblicker
Bild: Durchblicker/Sebastian Freiler
Denn der meist hohe Neukundenbonus macht einen Tarif im ersten Jahr oft besonders attraktiv, jedoch kann der Preis ab dem zweiten Jahr bereits deutlich steigen – wenn man nichts tut. Wer Wechselboni nützt, um die Energierechnung zu reduzieren, sollte sich ein Monat vor dem Auslaufen daher eine Erinnerung im Kalender setzen.
Online-Portale helfen beim Preisvergleich
Neben einem Anruf beim Strom- oder Gaslieferanten und der Frage, ob man nicht wieder einen günstigen Tarif bekommen könnte, helfen auch Vergleichsportale wie Durchblicker.at, Tarife.at oder e-control.at bei der Suche nach dem besten Angebot.
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