Es ist schon wieder passiert! Im Großraum Innsbruck ereignete sich Freitagfrüh erneut ein stärkeres Erdbeben – diesmal mit einer Magnitude von 3,4. Zahlreiche Bewohner wurden beim Frühstück von den Erschütterungen überrascht. Die Serie von Erdbeben reißt also tatsächlich nicht ab. Nirgends in Österreich bebte die Erde in den vergangenen Wochen so oft wie in Tirol.
Zu dem Beben kam es laut Erdbebendienst der GeoSphere Austria exakt um 6.46 Uhr. Die Stärke betrug diesmal 3,4. Das Epizentrum lag bei Aldrans/Sistrans südöstlich von Innsbruck. „Das Beben wurde von vielen Personen teilweise deutlich wahrgenommen. Schäden an Gebäuden sind keine bekannt und bei dieser Stärke nicht zu erwarten“ erklärt Seismologin Fee-Alexandra Rodler. Die Herdtiefe betrug in etwa sechs Kilometer.
„Plötzlich begann alles zu wackeln“
Auch an die „Krone“ wandten sich einmal mehr einige Zeugen. „Ich saß gerade beim Frühstück, als plötzlich alles zu wackeln begann. Obwohl es zuletzt mehrere Beben gab, es ist immer wieder unheimlich“, schilderte etwa ein Bewohner von Aldrans. „Ich stand gerade im Badezimmer, als es auf einmal einen heftigen Rumpler machte“, so eine Innsbruckerin.
Obwohl es zuletzt mehrere Beben gab, es ist immer wieder unheimlich.
Ein Bewohner von Aldrans zur „Krone“
Bebenserie in Tirol begann im August
Unzählige Erdbeben verzeichnete der Erdbebendienst der GeoSphere Austria in den vergangenen Wochen in Tirol. Der aktuelle Erdstoß von Freitagfrüh ist also bei Weitem kein isoliertes Ereignis. Seit August wird im Tiroler Zentralraum eine auffällige Häufung von Erdbeben registriert. Begonnen hat die Serie in Hall mit einem Beben der Stärke von 3,5. Besonders deutlich wurde die Aktivität dann ab Ende September.
Stärkstes Beben der Serie bei 3,8
Das bislang stärkste Beben der aktuellen Serie datiert von Samstag, 26. September. Die Erdstöße erreichten an diesem Tag kurz vor 10 Uhr eine Stärke von 3,8. „Das ganze Haus hat gewackelt, ich dachte, jetzt bricht alles gleich zusammen“, berichtete ein Zeuge damals. Ein anderer schilderte: „Es war wirklich unheimlich. Im ersten Moment bin ich richtig erschrocken.“ Aus Patsch berichtete ein Augenzeuge damals, dass teilweise sogar Menschen auf die Straßen liefen, da ihre Häuser so extrem wackelten.
Tirol aktuell Beben-Hotspot Österreichs
Nirgends in Österreich bebte die Erde in den vergangenen Wochen öfter als in Tirol. Am häufigsten im Großraum Innsbruck/Hall. Mehr als 20 Schadensmeldungen seien seit Beginn der Serie bereits eingetroffen. Dabei handle es sich vorwiegend um kleinere Risse im Verputz, so die GeoSphere.
Wo in Österreich die aktivsten Zonen sind
Im Zeitraum von 2000 bis 2025 ereigneten sich laut GeoSphere Austria die meisten fühlbaren Erdbeben in Tirol, gefolgt von Niederösterreich, Steiermark, Kärnten, Vorarlberg, Oberösterreich, Salzburg und Burgenland.
Das stärkste je in Österreich gemessene Erdbeben hatte eine Magnitude von 5,8 – im Wiener Becken. „Dass es hierzulande ein Beben mit einer noch größeren Stärke gibt, ist sehr unwahrscheinlich“, sagte jüngst Seismologin Fee-Alexandra Rodler im „Krone“-Gespräch.
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