Ein politisches Nachspiel hat der Tiertransport vom Linzer Flughafen nach Turkmenistan. Wie berichtet, werden rund 800 Rinder dorthin zum Schlachten gebracht. Die Grünen, die heftige Kritik an dieser Praxis üben, wollen jetzt deswegen Antworten auf eine schriftliche Anfrage an den zuständigen Landesrat.
Mit einem Lkw von Ungarn nach Linz und dann mit Frachtmaschinen einer mexikanischen Airline bis nach Turkmenistan: Das Schicksal, das rund 800 Fleckvieh-Bullen in den kommenden Tagen ereilen soll, regt auf. 150 Kommentare hatte der entsprechende Artikel auf krone.at am Donnerstagnachmittag, mehr als 600 waren es beim Social-Media-Beitrag.
„Konstantes Geschäftsmodell“ am Flughafen?
Und jetzt beschäftigt der Fall auch die Landespolitik: „Wenn Hunderte Rinder in einen Flieger nach Asien geschoben werden, wirft das nicht nur ein schiefes Licht auf den Linzer Airport. Es wirft vor allem auch etliche Fragen auf“, sagt der Tierschutzsprecher der Grünen, Rudi Hemetsberger. Er kündigt eine schriftliche Anfrage an den zuständigen Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) an. Hintergrund ist die zuletzt beschlossene vollständige Übernahme des Linzer Flughafens durch das Land Oberösterreich. Da die Landespolitik hier also nun das alleinige Sagen habe, wolle man hinterfragen, „ob diese Flüge gar ein konstantes Geschäftsmodell am Airport sind“, sagt Hemetsberger.
Was wusste Steinkellner über den Transport?
Konkret solle Steinkellner unter anderem offenlegen, wie viele lebende Tiere zwischen 2021 und 2025 sowie heuer schon über den Linzer Airport transportiert wurden, woher sie stammten, wohin sie transportiert wurden und für welchen Verwendungszweck. Zudem solle der FPÖ-Politiker über seinen Wissensstand zum aktuellen Tiertransport nach Turkmenistan Auskunft geben.
Hemetsberger: „Ein landeseigener Flughafen darf keine Drehscheibe für sinnlose und grausame Tiertransporte sein. Ob die aktuellen Transporte einmalig sind oder gar Daily Business, werden uns die Antworten zeigen.“
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